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Die Zukunft der Landwirtschaft

Uns steht die politisch spannendste Zeit des Jahres bevor: Die Koalitionsgespräche beginnen, jetzt werden die Karten neu gemischt. Viele zentrale ökologische Fragen sind noch offen, darunter auch die überfällige Einsparung von Pestiziden in der Landwirtschaft.

So bleibt das Sondierungspapier beim Insektenschutz viel zu unkonkret. Dort heißt es, der Einsatz von Pestiziden solle auf „das notwendige Maß beschränkt“ werden. Statt konkrete Zahlen und Maßnahmen zu nennen, werden wir mit vagen Floskeln abgespeist. Mit dieser butterweichen Ankündigung geben wir uns nicht zufrieden!


Insektenschutz einfordern!


Im Koalitionsvertrag muss klipp und klar stehen, dass der Pestizideinsatz sofort verringert wird und besonders schädliche Pestizide komplett verboten werden. Bis 2030 braucht es eine Mengen-Halbierung bei allen Pestiziden, um unsere Insekten und ihre Lebensräume zu bewahren. Damit das auch in der Praxis funktioniert, braucht es Unterstützung für Landwirt*innen, die auf ökologische Alternativen beim Pflanzenschutz setzen.

Nur wenn wir jetzt Druck aufbauen, wird es eine verbindliche Pestizidreduktion in den Koalitionsvertrag schaffen. Und die ist dringender denn je. Das Insektensterben hat dramatische Ausmaße angenommen, rund 75 Prozent beträgt der Rückgang an flugfähigen Insekten über die letzten 30 Jahre. Wir müssen jetzt handeln, um dieses massive Artensterben einzudämmen.

Wir bitten Sie eindringlich: Schauen Sie den verhandelnden Politiker*innen auf die Finger und unterzeichnen Sie unsere Petition, um eine verbindliche Reduktion bei Pestiziden im Koalitionsvertrag festzuhalten!


Petition des BUND unterschreiben


Foto: Markus Spiske