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NRWE live - der Bochheimer Wald ist vernichtet - auf nach Lützerath am Sonntag

Zur weiteren Verbreitung veröffentlichen wir von Zeit zu Zeit die Newsletter des engagierten Naturführers und Waldpädagogen Michael Zobel – so wie diese Ausgabe vom 1. Dezember 2021.

 

Liebe Wald- und Naturschützer*innen, liebe Pressevertreter*innen, liebe Mitmenschen, 
werte Politiker*innen und Kirchenvertreter*innen, Damen und Herren von RWE...

 

wir sind fassungslos. Während ich dies hier schreibe, geht die Vernichtung unserer Lebensgrundlagen mit unverminderter Geschwindigkeit weiter. https://twitter.com/hashtag/bochheimerwald

Mittwoch, 1. Dezember, drei Viertel des wunderbaren Bochheimer Wäldchens bei Manheim sind gerodet, heute Nachmittag wird von diesem bemerkenswerten Wald mit seinen vielen alten Eichen und einem grandiosen Eibenbestand nichts mehr übrig sein. Und das alles für Sand und Kies, der angeblich für fehlgeplante Böschungen gebraucht wird?
 
Selten trat die Skrupellosigkeit des verantwortlichen Konzerns offener zu Tage. Im Schulterschluss mit der Landesregierung und dem Oberbergamt werden hier wieder Fakten geschaffen, obwohl

  • eine Klage des BUND gegen die Rodung weiterhin anhängig ist. Die Bezirksregierung Arnsberg hat nicht reagiert und macht sich erneut zum Erfüllungsgehilfen von RWE
  • ein unabhängiges Gutachten zum angeblichen Massenbedarf noch nicht vorliegt
  • in der letzten Leitentscheidung von der Vernetzung der übriggebliebenen Waldstücke und von der Wichtigkeit "ökologischer Trittsteine" die Rede ist
  • es im Bochheimer Wald viele offene Fledermaushöhlen gibt
  • Fachleute wie ganz aktuell Peter Wohlleben vor der Zerstörung des Bochheimer Wäldchens und den Folgen für den Hambi warnen

Am kommenden Sonntag in Lützerath werden wir auch über diese neue Eskalationsstufe im Krieg gegen die Natur sprechen. Und was wir dagegen setzen können.
 
Sonntag, 5. Dezember, 92 Monate Wald-, Dorf- und Feldspaziergänge
 
ADB, Lützi bleibt, AbL, Eva und Michael und viele andere laden ein, rufen Euch/Sie zur Hilfe. Gemeinsam retten wir die Dörfer und Höfe, gemeinsam stoppen wir die Bagger, gemeinsam unterstützen wir Eckardt Heukamp beim Kampf um seine Heimat. Eckart kämpft für uns alle, für unsere Kinder und Enkelkinder...
 
Treffpunkt 11.30 Uhr Mahnwache Lützerath, Start 12 Uhr, Spaziergang in und um Lützerath, zu den Orten der Zerstörung...   

Im Januar sind wir wieder im und am Hambi und zeigen dort, was die Beteuerungen zum angeblichen Erhalt des Hambacher Waldes wert sind - nämlich gar nichts...

Samstag, 8. Januar, FFF ruft auf zur Demonstration in Lützerath, bald mehr Infos dazu...

 

Jeden Donnerstag, 17 Uhr, Mahnwache für Lützerath vor der RWE-Zentrale, siehe https://parentsforfuture.de/de/essen

Für Details und aktuelle Informationen bitte öfter mal nachschauen unter
https://twitter.com/BuirerFuerBuir
https://twitter.com/MaWaLuetzerath
https://twitter.com/AlleDoerfer
https://twitter.com/Kirche_an_Kante
www.naturfuehrung.com
 
Wir halten Sie/Euch auf dem Laufenden,
bis bald, im Wald, in den Dörfern, auf den Straßen oder vor den Baggern,


Eva Töller, Michael Zobel, Antje Grothus, Todde Kemmerich, Lützi bleibt, Alle Dörfer bleiben, MaWaLü und viele Unterstützer*innen


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Rede von Juan Pablos Gutierrez
Juan Pablos Gutierrez, Repräsentant des kolumbianischen Volkes der Yukpa, hielt diese Rede bei der Demonstration am 31. November 2021 in Lützerath. Er drückt in seiner Rede die Sorge um Wasser, saubere Luft und fruchtbare Erde aus, die uns allen wichtiger sein sollte als Kohle.
Rede-Juan-Pablo-Luetzerath-31-10-2021.pd
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