Vogel des Jahres

 

Der NABU wählt jedes Jahr einen 'Vogel des Jahres', der stellvertretend auf den Rückgang und die Zerstörung bestimmter natürlicher Lebensräume und damit die Gefährdung der dort lebende Tiere aufmerksam machen soll. So haben in  den letzten Jahren die natürlichen Lebensräume rapide abgenommen. Gründe sind eine ungebremste Ausweisung von Wohn- und Industriegebieten, der Umbruch von Grünland zu Ackerland aufgrund zunehmender ganzjähriger Haltung des Viehs in Ställen und der vehemente Anbau von Mais zur Biogasnutzung. Über den Vogel des Jahres will der NABU Politik und Bevölkerung auf den Verlust der Arten und unserer eigenen Lebensqualität aufmerksam machen und Lösungsansätze vermitteln.

 

Liste -  Vogel des Jahres

Der Waldkauz - Vogel des Jahres 2017

Foto: Christoph Bosch - NABU
Foto: Christoph Bosch - NABU

 

 

Wann haben Sie zuletzt in der Nacht eine Eule rufen gehört? Viele Gegenden sind von Eulen verlassen, entweder weil sie keine Bruthöhlen finden oder das Nahrungsangebot nicht mehr ausreicht. Stellvertretend für alle Eulenarten hat der NABU für 2017 den Waldkauz zum Vogel des Jahres gewählt. Mit ihm soll für den Erhalt alter Bäume im Wald oder in Parks geworben werden und eine breite Öffentlichkeit für die Bedürfnisse höhlenbewohnender Tiere sensibilisiert werden. Eulen sind unverzichtbare Bestandteile der Artenvielfalt. Wir sollten alles dafür tun, sie zu schützen, ihre Bestände zu stabilisieren oder gar zu vermehren.

Der Stieglitz - Vogel des Jahres 2016

Stieglitz NABU Foto Frank Derer
Stieglitz NABU Foto Frank Derer

  


Auf den Habicht, Vogel des Jahres 2015, folgt ein Singvogel, der zu den farbenfrohesten Vögeln Deutschlands zählt. Der auch Distelfink genannte Stieglitz (Carduelis carduelis) steht für vielfältige und farbenfrohe Landschaften, denn er ernährt sich vornehmlich von den Samen zahlreicher verschiedener Blütenpflanzen, Gräser und Bäume.


Bunte Landschaften mit ausreichend Nahrung gibt es jedoch immer weniger, daher ist der Bestand des Stieglitzes in Deutschland in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen.

 

Weitere Informationen zum Vogel des Jahres 2016 gibt es unter www.NABU.de/Stieglitz


Der Habicht - Vogel des Jahres 2015



Der Habicht – ein verfolgter Jäger


Warum er zum Vogel des Jahres 2015 gekürt wurde


Der NABU und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz (LBV), haben den Habicht (Accipter gentilis) zum „Vogel des Jahres 2015“ gewählt. Auf den Grünspecht, Vogel des Jahres 2014, folgt damit ein Greifvogel, der wie viele andere seiner Verwandten immer noch der illegalen Verfolgung ausgesetzt ist, obwohl die Jagd auf den Habicht seit den 1970er Jahren verboten ist.

Informationen zum Habicht

Der Grünspecht - Vogel des Jahres 2014

Höhlenbewohner mit klebriger Zunge

Gruenspecht_weibl_Tom Dove
Gruenspecht_weibl_Tom Dove

 

Der Vogel des Jahres 2014 benötigt alte Bäume, in die er seine Höhlen bauen kann. Die meiste Zeit findet man den Grünspecht aber am Boden, wo er unermüdlich nach Ameisen sucht.
Der Grünspecht macht sich besonders durch seinen Gesang und seine Rufe bemerkbar. Sein dynamischer, meist mehrsilbiger Ruf gleicht einem gellenden Lachen: „kjückkjückkjück“. Diesen kann man das ganze Jahr über hören. Er wird oft im Flug geäußert. Zur Balzzeit baut der Grünspecht diesen Ruf zu einer langen lachenden Strophe aus, seinem Gesang: „klüklüklüklüklü“.

 

Informationen zum Grünspecht

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