NABU MÖNCHENGLADBACH

 

Willkommen beim NABU Mönchengladbach

Für Mensch und Natur

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. - NABU - möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt.  Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln.

 


Hitze:

Wassermangel bei Bäumen und deren ökologischen Folgen

Teils veröffentlicht Dienstag 24.07.2018 in der Rheinischen Post

Die Sommerhitze, die schon in Mat anfing, hat gravierende Folgen, die jetzt schon sichtbar sind. z.B. Nussbäume lassen viel zu früh ihre Nüsse fallen, damit der Baum überleben kann.

 

Holunder verbennen und trochnen aus statt Beeren zu formen. Es sind vor allem die Sträucher, die im Spätsommer reifen, die Probleme haben. Beispiel: Im Wald sterben die Holunder wegen der Trockenheit. Für Singvögel, wie Amstel, Singdrossel, Wacholderdrossel usw. schlimm, denn sie essen gerne Holunderbeeren. Im Herbst kommen die insektenfressende Zugvögel unter den Singvögeln in Not, denn sie müssen dringend Energie haben für die lange reise in den Überwinterungsgebieten. Also: Unterstützen Sie ihren lokalen Holunder! (Informationen auch unter: https://www.gartenfreunde.de/gartenpraxis/pflanzenportraets/holunderbeeren/)

 

Wie kann man Pflanzen und Tiere in der Hitze helfen?
Meine Bäume habe ich beim Giessen in Trockenzeiten immer bedacht. Ein Baum hält einen Garten auch gesund, denn zwischen seinen Wurzeln leben viele Mikroorganismen, deren Rolle und Funktion in der Natur die Wissenschaftler erst recht in diesem Jahrhundert verstehen. Bäume sind Indikatoren für die Gesundheit unserer Gärten und Ökosysteme.Haben Sie Obstbäume oder Beerenstraucher? Pflucken Sie das Obst, damit Sie keine Parasiten kriegen. Verfaultes Obst, Obst- und Gemüseabfall können Sie einsetzen für die Tierwelt: Machen Sie eine kleine Gemüse-Ecke im Garten. Nicht nur Insekten, auch Igel werden begeistert sein. Das Wasser, womit Sie Obst und Gemüse gewaschen haben, können Sie gerne den Gartenpflanzen geben.


Komposthaufen sind Tierrestaurants: Auch wenn es sehr trocken ist, können Regenwürmer ganz lange unter einem Komposthaufen überleben. Viele Tiere essen sie, von Vögeln bis Igeln.
Gärtnern Sie anders: Viele Gärten sind leider noch immer Kopien von den Gärten der Reichen, wie Adligen, Kardinale, Päpste, Könige und Kaiser. Sie können sich in der heutigen Zeit fragen: Will ich das? Der Buchsbaumzünsler hat die Buchsbaumhecken schon dezimiert. Machen Sie alles mal anders! Wichtig: Sie sparen sich Geld und Zeit. Trotzdem ist der Garten dann schön. Und lebendiger!

 

Feuchtigkeitsspendenden Wildpflanzen: Wachsen lassen!
Was leider normalerweise als ´ Unkraut ´ ausgerupft wird, sollte man bei großer Hitze stehen lassen: z.B. Gewöhnliche Vogelmiere hat die ungewöhnliche Eigenschaft, die Feuchtigkeit im Boden zu erhalten. Freuen Sie sich, das überhaupt etwas in der Hitze von selbst wächst!
Müssen Sie Wildpflanzen wie Ackerwinde oder Vogelknöterich beseitigen, benutzen Sie die Pflanzen während Sie absterben: Ich gestalte z.B. an meiner Trockenmauer, wo es sehr heiß sein kann im Sommer, ´Mini-Komposthäufchen`. So hat der Rittersporn es nicht so schwer, den Sommer zu überleben. Natürlich diesen Kompost am Ende des Sommers in der Biotonne entsorgen wegen den ungewollten Samen!

 

Blumenbeet mal ganz anders
Das Chinesische Sprichwort sagt: „Wer Blumen haben möchte, muß viel Wasser tragen!“, aber das ist wirklich nicht ein ´Letztes Urteil´. Wer nackte Erde rundum seine Blumen hat, macht seine Blumen das Leben schwer. Nackte Erde und Sand nimmt die Sonnenhitze auf und strahlt sie den ganzen Tag zurück. Auch Blumen brauchen Feuchtigkeit im Boden. Nur mediterrane Pflanzen wie Lavendel oder Rosmarin halten monatelange Hitze aus.
Was tun? Sie können mit tollen, hitzeverträglichen Bodenbedecker, wie Thymian, besser die Feuchtigkeit im Boden behalten. Es ist dabei sehr wichtig zu wissen, was für Bodenbedecker dafür geeignet ist: Boden und Lage sind das A und O für die Pflanzenauswahl. Im Schatten funktioniert Immergrün. Gartenzentren beraten Sie gerne! Es gibt auch ökologische Gartner. Das kostet vielleicht etwas mehr als die Billigbodenbedecker bei Aldi oder Lidl, aber dann  haben Sie auch jahrelang etwas davon.

 

Wildblumenwiese statt Rasen
Wildblumenwiese statt Rasen: ich habe mal einen Garten gestaltet mit einer Mohn-Margaritenwiese. Es sah wunderschon aus und ich brauchte fast nie zu wässern (!).   
 
Wasserschalen für Alle
Wasserschüssel für Vögel werden immer auch von Insekten, wie (Wild-)Biene, Hummel, Wespen und Hornissen benutzt. So lernt man auch umgehen mit den ´Schwarzgelben´ und bemerkt, dass z.B. Hornissen eigentlich sehr umgängliche Tiere sind. Abends, so gegen Dämmerungszeit, kommt eine Hornisse bei uns im Vogelbad trinken. Es ist ein friedliches Tier und sie hat sich daran gewöhnt, dass ich, komisches menschliches Wesen, sie beobachte beim Trinken. Nur einmal, als sie noch hungrig war, hat sie ihren Kneipenbesuch abgebrochen um eine Bremse zu verspeisen. Dadurch ist sie noch mehr in meiner Achtung gestiegen, denn ich habe viele Bremsennarben (!). Nachts bedienen Eichhörnchen und vielleicht auch Steinmarder oder Wiesel sich meiner Tränke.
Wie oft muß das Wasser gewechselt werden?
In der jetzigen Hitze kann man jeden Tag die Tränken für Insekten, Vögel und kleine Säugetiere nachgießen, denn es verdünstet schnell. Täglich erneuern ist auch besser wegen der Wasserqualität und Hygiene: Vögel waschen sich ja gerne im Sommer.

Regenwasser: Wenn es fällt, benutzen!

Fangen Sie Regenwasser auf, z.B. in einer klassischen Regentonne. Bitte immer einen Stock quer über die Tonne legen oder drin stehen lassen, damit Kleintiere oder Jungvögel wieder raus klettern können. Leider ertrinken viele Vögel im Wasserspeicher, weil sie nicht mehr raus kommen. Andererseits gibt es Frösche gibt, die Regentonnen freudig als Wohnort annehmen.

Sachen, wie eine kleine alte Zinkwanne oder eine alte Waschschüssel kann man vollaufen lassen mit Regenwasser. Groß ist nicht unbedingt Besser! Um zu vermeiden, dass es monotone Mückenbrutplätze werden, können Sie Wasserpflanzen darin wachsen lassen.

 

Mikroklima gestalten heißt weniger Gießen
Wir sagen ja immer: „ Ah, die frische Luft im Walde!“ Im Wald ist es tatsächlich immer kühler als im Feld. Das kann man auch im Garten haben. Ein Baum macht  Sauerstoff. Säuerstoffproduktion ist interessanterweise von der Temperatur abhängig. In welchen Temperaturbereichen produzieren Pflanzen und Bäume Sauerstoff?
•    Schattenpflanzen, Frühblüher, Flechten, Meeresalgen: 10-20 °C
•    Sommerpflanzen, Laubbäume: 20-30 °C.

(Quelle: https://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/biologie-abitur/artikel/beeinflussung-der-fotosyntheseleistung)

 

Wie können Sie ein angenehmes Mikroklima im Garten gestalten? Erstens sollte man einen Baum sein eigenes, unversiegeltes Stückchen Boden gönnen, wo er seine Wurzeln auch nach oben ausschlagen kann und wo Moos, Frühlahrblüher, Schattenpflanzen oder Bodenbedecker wachsen dürfen. So wird nicht nur die Flächenversiegelung geringer, so senken Sie die Temperatur um einige Grade! Nicht nur ihre Kinder, aber auch Haus- und/ oder Gartentiere werden es Ihnen danken!
Schattenpflanzen haben schon mit 21 °C mehr Bedürfnis an Wasser. Bäume mit tieferen Wurzeln können Trockenzeiten etwas länger durchhalten. Ist es länger als drei Wochen heiß, dann können Sie ohne Gewissensbisse anfangen zu wässern. Das Jahr 2018 ist extrem heiß. Da der Mai 2018 der Wärmste Mai seit 1889 war, ist es kein Wunder, das Bäume jetzt, in Juli, das Wasser ausgeht. Es hat viel zu wenig geregnet: Der ´Mairegen´ war zu gering und Sommergewitter gab es kaum.
Jetzt zum Baum. Hier geht es nicht um Quantität, aber Qualität. Beispiel: Geben Sie pro Baum 15 Liter pro Tag, damit kann einen 35-Jährigen Haselnussbaum sich erholen ohne auf seine Nüsse verzichten zu müssen. Bäume mögen es auch, wenn Sie Ihre Stämme und Laub abends benebeln. Sprühköpfe kann man darauf einstellen: Ein feiner Regen dringt auch in den trockensten Böden ein.

ACHTUNG: Dieses Jahr schon Winterfutter im Herbst geben!

Was genau können Sie wann und warum für die Tiere ausstreuen? NABU Deutschland hat eine tolle Servicesite mit Downloads zur Verfügung gestellt, die ´Snackbar für die Vögel´ heißt. (Quelle: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/helfen/vogelfuetterung/index.html). Da wird genau erklärt, wer was frisst. Das variiert von Wildkräutersamen (Stieglitz und Grünfink) bis Äpfel (Grünspecht).

Aber auch Essensreste from Frühstückstisch kann man einsetzen zur Fütterung: Sind Sie Käseesser, dann können Sie das Plastik von der Käsekruste entfernen und den Tieren füttern. Meine Mutter und Großmutter haben so ganze Generationen von Rotkehlchen durch den Winter geholfen.
Mit Fallobst können Sie Igel und Nager wie Mause füttern. Eichhörnchen stehen eher auf getrocknetes Obst (sogar tropisch), Nüsse, aber auch Zapfen sind sehr beliebt. Eine Frau sammelt ehrenamtlich beim Gemüsehändler altes Obst ein und füttert so Insekten und Wildtiere in ihrer Umgebung. Vielleicht eine schöne Zierfichte im Garten wachsen lassen wegen den Zapfen? Oder sammeln Sie mit den Kindern Eicheln.

 

Wichtige Regel: Bieten Sie nie Essen an Tieren, die Sie nachher lieber nicht im Garten haben! Steinmarder z.B. sind Allesfresser. Mit Fleischresten also immer vorsichtig sein: Speckschwarten besser aufhängen oder darauf achten, daß alles bevor die Dämmerung einbricht, gegessen ist oder aufräumen. Hygiene auf Futterplätzen ist wichtig!

 

Zum Schluss:
Vieles was ich geschrieben habe, ist reine Erfahrungssache, Beobachtung der Natur usw. Ich habe einige Websites angegeben, weil es bestimmte Fakten gibt, die man nicht im Kopf hat, aber halt im Netz finden kann. Vielleicht möchten Sie auch etwas mehr wissen, dann wissen Sie welche Quellen ich benutzt habe.

Nie vergessen, das Alles miteinder verbunden ist. Naturschutz im Großen und im Kleinen sind beide wichtig. Klimaschutz ohne Ökobewusstsein im Alltag ist sinnlos, umgekehrt gillt das Gleiche.

 

Text: Caroline Dormans


Erste Hilfe für einen Eisvogel

 

Am vergangenen Freitag bat uns ein besorgter Bürger um Hilfe. Ein Eisvogel war gegen ein Fenster geflogen und zog sich eine Gehirnerschütterung zu. Wir brachten den Patienten zur Vogelpflegestation Forg.

 

Der Vogel wurde untersucht, bekam Vitamine,  Wasser und Futter.

Ein Flugversuch war erfolgreich, der Eisvogel ist wieder munter und flugbereit. Der Vogel ist jetzt ausgewildert.

Vielen Dank an Verein Wildvogelrettung, ins Besondere Ehrenamtlerin Frau Forg an der Kamphausenerstraße 10 in Odenkirchen.

 

Text: Kurt Sasserath/ Caroline Dormans 

 

 

Hambacher Forst

 

Der Hambacher Forst ist der einzige Stieleichen-Hainbuchen-Maiglöckchen Mischwald, den es gibt in der Bundesrepublik Deutschland.

Auch im Sommer gibt der Rest des Waldes einen Eindruck, wie schon der intakte Wald mal gewesen sein muss.

 Gerade ´Hambi´ braucht viel Regenwasser, weil Braunkohletagebau Garzweiler das Grundwasser wegpumpt.

Pflanzen, Bäume und Tiere im Kampf um das Überleben. Viele (Natur-)Organisationen möchten den letzten Rest des Hambacher Waldes erhalten. Helfen Sie mit?

Weitere Waldspaziergänge Hambacher Forst:

 

Sonntag, 19. August, 16. September, 7. Oktober, 11. November, 9. Dezember

 

Wir freuen uns, Euch am Hambacher Wald mit festem Schuhwerk begrüßen zu dürfen. Sitzunterlage und Geschirr fürs Picknick nicht vergessen. Bei Buir [...] werden Euch liebe Menschen freudig erwarten und den Weg weisen. S-Bahn Haltestelle: Buir, von dort fährt ein Shuttlebus. Veranstalter: Michael Zobel und Eva Töller + Bündnis gegen Braunkohle + Initiative Buirer für Buir. [...] . Nähere Infos gibt es unter info@zobel-natur.de.


Ihre und Eure
Antje sowie Eva, Michael und Todde

 

     Wegbeschreibung zur Hambacher Wald Wanderung

 

 Aus Richtung Mönchengladbach:

 

-A61 Richtung Koblenz;

 

-Ausfahrt 18 Bergheim-Niederaußen

 

-Ende Abfahrt LINKS auf B477/ B55 (Richtung Etzweiler, Angelsdorf);

 

-1. KREUZUNG RECHTS= B477 (Richtung GROUVEN, Widdendorf)

 

-1. LINKS;

 

-1. Kreuzung gerade aus;

 

-1. Kreisverkehr gerade aus;

 

-Ampel gerade aus;

 

-2. Kreuzung mit Romerstraße gerade aus;

 

-3. Kreuzung mit Horremerstraße L277 gerade aus;

 

ACHTUNG: Es kommt auf der Landstraße rechts eine Abfahrt: Das Schild mit ´Manheim´war bei der vorigen Fahrt vorhanden;

 

-Sie kommen an Haus Bochheim vorbei;

 

-Jetzt fahren Sie immer die Straße nach, Sie kommen an Manheim vorbei;

 

-Beim Schild ´Buir´ RECHTS;

 

-Landstraße folgen bis zum Ende (za. 4 Km);

 

-Auf der linken Seite verläuft die Bahn, später werden Sie da eine Malzfabrik mit dem Aufschrift ´Malzfabrik BUIR´ sehen.

 

-Jetzt RECHTS abbiegen;

 

-Direkt LINKS abbiegen Richtung Merzenich/ Morschenich. Nicht weit von hier ist ein Feldweg, da kann man parken. Es stehen immer Leute da vom Naturschutz, die Euch sagen können, wo Parkplätze sind.

 

*Gute Reise und auf Wiedersehen!

 

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Hambacher Forst Frühling 2018


Der Vogel des Jahres 2018  Star (Sturnus Vulgaris)