NABU MÖNCHENGLADBACH

 

Willkommen beim NABU Mönchengladbach

Für Mensch und Natur

 

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. - NABU - möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an regenerativen Ressourcen verfügt.  Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln.

 

 

NABU NRW-PRESSEMITTEILUNG | NR 32/18 | 07. Juli 2019

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Dr. Heide Naderer ist neue Landesvorsitzende

200 Delegierte tagten in Kreuztal | NABU NRW bleibt weiter auf Wachstumskurs

 

Siehe: Nachrichten vom NABU NRW


Hans-Magnus Enzensberger:


PRESSEMITTEILUNG NABU NRW | NR 33 | 11. Juli 2019

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NRW weiter auf dem Weg in die ökologische Sackgasse

NABU: Aufgabe des 5-Hektar-Ziels im Landesentwicklungsplan ist eine Katastrophe für die Umwelt | Naturschutzetat viel zu gering

 

Düsseldorf – Anlässlich der heutigen Landtagssitzung kritisierte der NABU NRW die aktuelle Ausrichtung der Naturschutz - und Umweltpolitik der Landesregierung erneut als Weg in die ökologische Sackgasse. „Die Aufgabe des 5-Hektar-Ziels im gerade verabschiedeten Landesentwicklungsplan ist eine Katastrophe für Umwelt und Natur“, erklärte Heinz Kowalski, stellvertretender Landesvorsitzender des NABU. Damit würden dem ungezügelten Landschaftsverbrauch Tür und Tor geöffnet.

 

Denn trotz des bisher festgesetzten Ziels von 5 Hektar würden in NRW zurzeit täglich zwischen 12 und 20 Hektar unter Beton und Asphalt verschwinden. Das sind etwa 15 Fußballfelder täglich, die für die Natur und die Landwirtschaft verloren sind. Die Bundesregierung hatte deshalb bereits vor Jahren beschlossen, den Landschaftsverbrauch deutschlandweit auf 30 Hektar pro Tag zu begrenzen. Auf NRW würden davon rund 5 Hektar entfallen. „Tatsächlich werden aber  täglich weiter Logistikcenter, Baumärkte, Parkplätze oder Gewerbe- und Wohngebiete auf die grüne Wiese gesetzt, statt städtische Brachflächen zu nutzen, mehrstöckig zu bauen und die vielen Empfehlungen zu berücksichtigen, die inzwischen für ein flächensparendes Bauen bekannt und erfolgreich erprobt sind“, so Kowalski weiter.

 

Mit der Verabschiedung des neuen Landesentwicklungsplans habe sich Nordrhein-Westfalen von diesem Ziel der Bundesregierung nun vollends verabschiedet und überhaupt keine Zielgröße mehr benannt. Kowalski:  „Da muss man sich nicht mehr wundern, wenn die Insekten wegsterben und die Vögel immer weniger werden“. Gleichzeitig fordern die Bundeskanzlerin und die Landwirtschaftsministerin dazu auf, mehr Flächen für Baumpflanzungen zur Verfügung zu stellen, damit die Bäume als CO2-Speicher einen Beitrag zum Klimaschutz in der Übergangszeit bis zur klimaneutralen Energiewende leisten können. „Auf dem Beton der Landesregierung werden sie nicht wachsen können“, so Kowalski.

 

Angesichts der Herausforderungen durch den Klimawandel und das Artensterben müsse zudem der Naturschutzetat im Haushaltsentwurf der Landesregierung für 2020 deutlich erhöht werden. Der Anfang dieser Woche vorgestellte NRW-Haushalt für das kommende Jahr sieht mit 1.043.633 € bei einem Gesamthaushalt von rund 80 Milliarden gerade nur 1,3 Prozent für Umwelt, Natur, Landwirtschaft und Verbraucherschutz vor. „Viel zu wenig“, sagt der stellvertretende NABU-Landeschef. Investitionen in eine gesunde Zukunft seien heutzutage unverzichtbar und das müssten Investitionen in gute Luft, Gewässerschutz, Waldumbau, Wärmedämmung, Solar-Dächer-Programme, Insektenschutz, Biologische Landwirtschaft und ähnliches mehr sein.

 

Die jungen Generationen, die freitags auf die Straße gehen, fordern wie der NABU genau solche Zukunftsinvestitionen. „Der Haushaltsentwurf der Landesregierung mit diesem viel zu geringen Ansatz für Umwelt und Natur ist genau das Gegenteil dessen, was aktuell und in den kommenden Jahren unverzichtbar ist“, so Kowalski. Deshalb fordere der NABU die Landtagsfraktionen auf, den Ansatz auf mindestens 2 Milliarden Euro zu erhöhen. 

 

Für Rückfragen: Heinz Kowalski, stellvertretender Vorsitzender NABU NRW, mobil: 0160 885 63 96

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Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf

 

Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)

 

Tel. 0211.15 92 51 - 14 | Fax -15 | E-Mail: B.Koenigs@NABU-NRW.de 


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Freitag für die Zukunft oder Fridays for Future

Die Jugend ist uneigennützig im Denken und Fühlen und denkt und fühlt deshalb die Wahrheit am tiefsten.

Heinrich Heine

 

Man muß jung sein, um große Dinge zu tun.

Goethe im Gespräch mit Eckermann, März 1828

 

“Unser Haus brennt… Ich will nicht, dass ihr Hoffnung habt. Ich will, dass ihr in Panik geratet. Ich will, dass ihr die Angst spürt, die ich jeden Tag spüre. Und dann will ich, dass ihr handelt.”

Greta Thunberg, Mai 2019

 

Mit süffisantem Lächeln versuchte Ministerpräsident Laschet die folgende Beschwichtigung:

 „Wir müssen besser darin werden, den jungen Menschen zu erklären, warum das mit dem Klimaschutz nicht so schnell geht.“

Nicht nur jungen Menschen drängt sich die Frage auf, warum die so Redenden Jahrzehnte verstreichen ließen, ohne Ihre Verantwortung in die  handelnde Tat umzusetzen.

Die Politik hätte nach dem Erscheinen des ersten Berichts des Club of Rome (1972) den ökologischen Umbau der Wirtschaft auf den Weg bringen müssen. So mancher Wald würde heute noch wachsen und viele Menschen hätten in ihren traditionellen Berufen weiterhin ihr Auskommen gefunden. Geschehen ist nichts, nur leere Worte folgten.

 

Fridays for Future hat recht: die Politik muss schneller und besser werden.


In Aachen war es ja ein sehr großes Fest der Bewegung! 12. Juli großer Demotag in NRW zum Beginn der Sommerferien, 31. Juli - 04. August Sommerkongress in Dortmund.

Weitere Termine wie immer unter https://nrw.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/energie/kohelausstieg/.

 

Hans Jonas und Fridays for Future

 

 Angesichts des Zusammenbruchs der Biodiversität , der um uns herum im Gange ist, erscheint es höchste Zeit, an einen im Jahr 1903  in Mönchengladbach geborenen  Philosophen zu erinnern, der sich Gedanken über die  Verantwortung des Menschen im Umgang mit der Natur gemacht hat. Die Rede ist von Hans Jonas, dem 1987 der Friedenspreis des deutschen Buchhandels verliehen und der 1989 mit der Ehrenbürgerschaft der Stadt Mönchengladbach ausgezeichnet wurde. Hans Jonas verstarb am 05. Februar 1993 in New Rochelle bei New York.

 

Hier und heute soll an ein philosophisches Werk von Hans Jonas erinnert werden, das auch von den politischen und  wirtschaftlichen Entscheidern in Stadt, Land  und Bund gelesen (und verstanden) werden sollte. Gemeint ist das 1979 erschienene Buch „Das Prinzip Verantwortung“. In diesem Werk beschreibt Hans Jonas die Verantwortung, die wir Menschen haben, wenn wir die Technik benutzen, um in die Natur einzugreifen und diese ggf.  zerstören (mit den sich daraus für die Menschheit ergebenden Konsequenzen).

 

In Anlehnung an Kants kategorischen Imperativ, der da lautet: „Handle so, dass Du willst, dass Deine Handlung allgemeines Gesetz wird“, postuliert Hans Jonas für den Umgang der Menschen mit der Natur seinen eigenen Imperativ: „Handle so, dass die Wirkungen Deiner Handlungen verträglich sind mit der Permanenz echten menschlichen Lebens auf der Erde“.

 

Das heißt, jeder Mensch hat bei Eingriffen in die Natur „das Prinzip Verantwortung“ zu beachten, nämlich die Verantwortung, den uns nachfolgenden Generationen eine intakte Welt  zu hinterlassen.

 

Angesichts der heutigen permanenten Umweltvernichtung (Bodenversiegelung, Meeresverschmutzung und Überfischung, Artenschwund, Luftverschmutzung pp.) stellt sich die Frage, ob unsere gegenwärtigen politischen und wirtschaftlichen Führungspersönlichkeiten diese Maxime von Hans Jonas verinnerlicht haben und  umsetzen. Die Antwort kann sich jeder selber geben.

 

Lesen Sie das Buch von Hans Jonas mit dem Titel „Das Prinzip Verantwortung“ und helfen Sie mit, die Welt zu retten. Den jungen Menschen von „Fridays for Future“, deren Engagement hoffentlich nicht zu spät kommt, sage ich: Fordert von den Älteren „das Prinzip Verantwortung“ ein und bleibt aktiv, um die Natur wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Engagiert euch beim Naturschutzbund Deutschland (NABU).

 

Zum Abschluss zwei Zitate zum Nachdenken:

 

„Wer glaubt, dass in einer endlichen Welt unendliches  Wachstum möglich sei, … kann nur verrückt sein – oder Ökonom (Serge Latouche).

 

„Nicht der Mensch ist Herr der Schöpfung sondern die Technik, der er als defizitäres Wesen gegenübersteht und die in letzter Konsequenz zu seinem Verschwinden führt (Günther Anders).

 

 

Karlheinz Büchner, 25.06.2019


Europa wählt mehr Umwelt- und Artenschutz Eine erste Analyse der Europawahl-Ergebnisse


Die Ergebnisse besonders in Deutschland zeigen, dass Arten- und Umweltschutz die Menschen sehr bewegt. Daran kommt keine Partei mehr vorbei. Das ist auch höchste Zeit, denn Insektenschwund, Klimakrise und Plastik- und Verpackungsflut dulden keinen Aufschub.


Beim Insektensommer zählen wir, was zählt

Beobachten und notieren Sie eine Stunde lang Sechsbeiner

Erforschen Sie das Summen und Brummen in Ihrer Umgebung und werden Sie so Teil unserer bundesweiten Meldeaktion für Insekten. In diesem Jahr findet der Insektensommer vom 31. Mai bis 9. Juni und vom 2. bis 11. August statt.


Europa - Was tut Europa für die Natur und die Zukunft des Menschen?

    

Was tut Europa für die Umwelt? Die Frühjahrsausgabe des NABU-Mitgliedermagazins

Am 26. Mai steht bei der Europawahl viel auf dem Spiel. Grund genug für uns, dem Thema Europa gleich ein ganzes Heft zu widmen. Wir schauen, wie die Europäer mit der Umwelt umgehen, bieten Einblicke in die Funktionsweise der EU-Politik und stellen Menschen vor, die sich in Europa für die Natur einsetzen.

 

Foto: Mathias Schäf/Picture

 

-Neue Agrarpolitik jetzt! -



Der Wandel hin zu einer naturverträglichen Landwirtschaft ist überfällig. Mit unserer Kampagne kämpfen wir für eine zukunftsfähige Agrarreform. Schreiben Sie jetzt Ihrem EU-Abgeordneten, dass Sie die Agrarwende einfordern!


Neugierig geworden?

 

Siehe Nachrichten vom NABU.


Der Vogel des Jahres 2019  Feldlerche (Alauda arvensis)

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Steinbrecher 2019
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