NABU MÖNCHENGLADBACH

 

Willkommen beim NABU Mönchengladbach

Für Mensch und Natur

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. möchte Menschen dafür begeistern, sich gemeinsam für die Natur einzusetzen. Auch kommende Generationen sollen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt. Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln.


Wickrather Wald - März 2020

Die Hoffnung, eine bedrohliche Krankheit würde die Liebe zu den Lebewesen beflügeln, erweist sich als trügerisch. Mönchengladbach sägt weiter. Die Vögel verstummen und ihre Gelege werden zerstört. Ob das Holz für die Herstellung von Toilettenpapier gebraucht wird?


Frühling 3 Wochen früher

Vogelpärchen suchen jetzt schon eine Wohnung. Unter: Kleiber (Sitta Europaea)



PRESSEMITTEILUNG NABU NRW | Nr. 15/20 | 04. März 2020

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Naturschutz/Gehölzpflege

Rücksicht auf brütende Vögel nehmen

NABU NRW fordert Straßen.NRW zum sofortigen Stopp der Pflegearbeiten auf | Bei Gartenarbeit nur Pflegeschnitt des Jahreszuwachses erlaubt

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Düsseldorf – Überall in der Natur sind die Vögel derzeit dabei, ihre Reviere abzugrenzen und Nester zu bauen. Deshalb ist es wichtig, die gesetzliche Schonzeit beim Pflege- und Rückschnitt von Sträuchern und Hecken zu beachten, die vom 1. März bis zum 30. September gilt. „In dieser Zeit sind nur noch vorsichtige Form- und Pflegeschnitte erlaubt, die den Zuwachs des Jahres entfernen“, erklärt die NABU-Landesvorsitzende Dr. Heide Naderer. Bei allen Pflegemaßnahmen müsse besondere Rücksicht auf brütende Vögel genommen werden. Ein brütender Vogel dürfe durch die Heckenpflege nicht gestört werden. Im Zweifelsfall gelte es nun, mit dem Schnitt bis zum Herbst zu warten.

Der NABU NRW fordert Straßen.NRW deshalb auf, nun sämtliche Pflegearbeiten sofort einzustellen und den Vogelschutz zu berücksichtigen. An nordrhein-westfälischen Straßen liegen noch viele abgesägte Baumstämme und Äste aus den letzten Monaten, die bislang nicht abgeholt worden sind. „Aufgrund der milden Wintertage haben die ersten Vögel schon früh mit dem Nestbau in den Reisighaufen begonnen. Auch Igel und andere Säugetiere haben dort eventuell einen Unterschlupf gefunden“, so die NABU-Landeschefin. Der NABU  erwarte von einem NRW-Landesbetrieb, dass dieser sich an geltendes Naturschutzrecht hält und die Reisighaufen jetzt nicht mehr entfernt, sondern als Biotopstrukturen im Bestand belässt. Naderer: „Zudem erwarten wir, dass die Ankündigungen des Landesbetriebs Straßen NRW, mehr für Insekten zu tun, keine Lippenbekenntnisse sind und nicht mehr wie bisher radikal alles abgemäht beziehungsweise gefällt und abgeschnitten wird.“

Da ein vogelfreundlicher Heckenschnitt nur schwer umzusetzen ist, appelliert der NABU Nordrhein-Westfalen zudem an Gartenfreund*innen und Gartenbauunternehmen, Pflegeschnitte generell nicht in der Hauptbrutzeit der Vögel von März bis Juni durchzuführen. „In diesem Zeitraum bieten Gebüsche einen optimalen Unterschlupf für Vögel, Säugetiere und Amphibien. Die Tiere ziehen dort ihren Nachwuchs groß, finden darin eine gute Versteckmöglichkeit und ziehen sich im frischen Grün auch mal zum Schlafen zurück“, erläutert Naderer.

 

Für Rückfragen:

Dr. Heide Naderer, Vorsitzende des NABU NRW, mobil: 0173 68 72 250

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Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf

Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)

Tel. 0211.15 92 51 - 14 | Fax -15 | E-Mail: B.Koenigs@NABU-NRW.de

 

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Kühlwalda freut sich -Wir danken den Helferinnen und Helfer

Die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Mönchengladbach hat am 15. Februar den Aufbau eines Amphibienschutzzaunes entlang der Kuckumer Straße im Ortsteil Wanlo realisiert. Wir danken den vielen Helfern/Helferinnen, die diese Aktion unterstützt haben!

 

Wer Fotos haben möchte:

nabu.moenchengladbach@gmail.com

 


Wie baut man einen Krötenschutzzaun?

Schritt 1: Man besucht die Problemstraße.

 

Rechts: Frau Dr. Brigitta Szyska, Naturschutzstation Haus Wildenrath

Mitte: Frau Barbara Weinthal, UNB Mönchengladbach

Links: Kurt Sasserath, NABU Mönchengladbach

Schritt 2: Man bracht kräftige und pfiffige Helfer.

Schritt 3: Man braucht jemanden mit Anhänger, um das Material herbei zu schaffen.

Schritt 4: Man gräbt die Eimer ein.

Schritt 5: Man rollt den Amphibienzaun aus.

Schritt 6: Man bringt die Bügel.

Schritt 7: Die Bügel werden in den Boden geschlagen.

Schritt 8: Der Zaun wird befestigt.

Schritt 9: Der Zaun wird mit Erde gesichert.

Schritt 10: Zweige werden in die Eimer gesteckt, um Kleintieren eine Fluchtmöglichkeit zu bieten.

Während der Arbeit wurde Müll einsgesammelt.


Hambi KANN bleiben -und die Dörfer auch!

Bericht von Michael Zobel (Februar 2020):
"Die Zerstörung von Heimat geht weiter, noch am letzen Tag im Februar hat RWE weitere Bäume im Ort gefällt und Gärten verwüstet, man möchte offensichtlich auch noch die letzten Bewohner vertreiben.
RWE veröffentlicht Pläne, wie um den Hambi herum gebaggert werden soll. Angeblich, um Abraum für die Sicherung der Böschungen zu gewinnen...   gehts noch? Stoppt die Bagger, kein Quadratmeter Land darf mehr geopfert werden, auf der Sophienhöhe liegt mehr als genug Material...
Das Institut für Wirtschaftsforschung stellt fest: Ergebnis vom Kohlekompromiss - Der Hambacher Wald und alle Dörfer können erhalten bleiben."
Hier das Gutachten:

Mailing: Alledoerferbleiben-rheinland@lists.posteo.de


Niederwald-Pflege mit Rückepferd. Bockerter Heide, Dezember 2019


" Klimawandel? Ach, hör doch auf!"                       Wir räumen mit Klimamythen auf

Klimamythen? Menschen, die den Klimawandel einfach leugnen? Sollte es eigentlich gar nicht geben. Aber ziemlich hartnäckig behaupten sich Unwahrheiten, Halbwahrheiten und simple Lügen in den Diskussionen um die Klimakrise. Ein paar Beispiele: Das ist alles nur Panikmache! Wir haben gar keinen Einfluss auf die Erderhitzung. Oder: Früher war's noch viel wärmer als heute. Mit diesen Klimamythen räumen wir nun auf.
Der Bundestag hat das Klimaschutzgesetz beschlossen. Aber das Gesetz reicht hinten und vorne nicht aus – und unsere Ziele werden wir mit diesem „Klima-Päckchen“ nicht erreichen. Das ist enttäuschend und macht uns angesichts der dramatischen Entwicklung bei Klimawandel und Artensterben wütend.


Geht Konsum auch ohne Müll?


Freitag für die Zukunft oder Fridays for Future

Die Jugend ist uneigennützig im Denken und Fühlen und denkt und fühlt deshalb die Wahrheit am tiefsten.

Heinrich Heine

 

Man muß jung sein, um große Dinge zu tun.

Goethe im Gespräch mit Eckermann, März 1828

 

“Unser Haus brennt… Ich will nicht, dass ihr Hoffnung habt. Ich will, dass ihr in Panik geratet. Ich will, dass ihr die Angst spürt, die ich jeden Tag spüre. Und dann will ich, dass ihr handelt.”

Greta Thunberg, Mai 2019

 

Mit süffisantem Lächeln versuchte Ministerpräsident Laschet die folgende Beschwichtigung:

 „Wir müssen besser darin werden, den jungen Menschen zu erklären, warum das mit dem Klimaschutz nicht so schnell geht.“

Nicht nur jungen Menschen drängt sich die Frage auf, warum die so Redenden Jahrzehnte verstreichen ließen, ohne Ihre Verantwortung in die  handelnde Tat umzusetzen.

Die Politik hätte nach dem Erscheinen des ersten Berichts des Club of Rome (1972) den ökologischen Umbau der Wirtschaft auf den Weg bringen müssen. So mancher Wald würde heute noch wachsen und viele Menschen hätten in ihren traditionellen Berufen weiterhin ihr Auskommen gefunden. Geschehen ist nichts, nur leere Worte folgten.

 

Fridays for Future hat recht: die Politik muss schneller und besser werden.


Weitere Termine wie immer unter https://nrw.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/energie/kohelausstieg/.

 


Der Vogel des Jahres 2019  Feldlerche (Alauda arvensis)

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Steinbrecher 2020
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