NABU MÖNCHENGLADBACH

 

Willkommen beim NABU Mönchengladbach

Für Mensch und Natur

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. möchte Menschen dafür begeistern, sich gemeinsam für die Natur einzusetzen. Auch kommende Generationen sollen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt. Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln.

 

Bild: Schwalbenfreundliches Haus.


Sie sind nur noch drei Klicks vom Unterschriftenbogen entfernt!


Rettet die Artenvielfalt Start 23-07-2020

 BUND, LNU und NABU geben den Startschuss. Foto: Bernd Schaller

 

Insekten retten, Artenschwund stoppen“ – NRW-Naturschutzverbände starten Volksinitiative Artenvielfalt Düsseldorf |

Mit einer Aktion vor dem Landtag in Düsseldorf haben die drei großen NRW-Naturschutzverbände Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt (LNU) und Naturschutzbund Deutschland (NABU) heute den Startschuss für die landesweite Volksinitiative Artenvielfalt gegeben. Unter dem Motto „Insekten retten – Artenschwund stoppen“ sollen in den nächsten Monaten mindestens 66.000 Unterschriften gesammelt werden. Dann muss sich der  NRW-Landtag mit der Volksinitiative beschäftigen. In acht zentralen Handlungsfeldern fordern die Naturschützer einen deutlichen Politikwechsel.
Vor dem Düsseldorfer Landtag starteten BUND, LNU und NABU die Volksinitiative Artenvielfalt NRW und sammelten erste Unterschriften.

„Wir wollen mit der Volksinitiative ein eindeutiges Signal für mehr Artenvielfalt auf dem Land und in unseren Städten geben“, sagte die NABU-Landesvorsitzende Dr. Heide Naderer zum Auftakt. „Dabei appellieren wir an alle Bürgerinnen und Bürger, sich mit ihrer Unterschrift für ein lebenswertes Nordrhein-Westfalen einzusetzen und so ein deutliches Signal für notwendige Maßnahmen zum Erhalt der Artenvielfalt an die Landesregierung zu senden.“


PRESSEMITTEILUNG NABU NRW | Nr. 39 | 29.07.2020

 

Kohlweißlinge liegen wieder vorn

 

NABU stellt Ergebnisse der Schmetterlings-Zählaktion in NRW vor | Manche Arten erholen sich von den trockenen Sommern, andere sind weiterhin rückläufig

 

 

Düsseldorf – Im Rahmen seines von der Deutschen Postcode Lotterie geförderten Projektes „Zeit der Schmetterlinge“ hatte der NABU NRW vom 15. Juni bis 15. Juli bereits zum 6. Mal in Folge zur landesweiten Schmetterlingszählaktion aufgerufen.

 


Wegzerstörung im Buchholzer Wald

Der historische 7-Wege-Punkt im Herzen des Buchholzer Waldes, in der Nähe einer ´Buchenkathedrale´, ist auf 6 Wege reduziert worden. Die MAGs argumentiert mit der Reduzierung ihrer Pflegekosten, dabei war es in den letzten 100 Jahren nicht notwendig, diesen Weg in irgendeiner Weise zu ´pflegen´. Der Boden wurde aufgerissen, mehrere Bäumchen und Sträucher während der Brutzeit gefällt.

Nach Regenfällen enstand auf diesem Weg eine ökologisch interessante und im Zuge der Klimaveränderung wichtige Vernässung. Schon aus diesem Grunde empfiehlt sich die Wiederherstellung des altbekannten Zustandes.

Fotos: Siebenwegepunkt Juli 2020, Caroline Dormans

Foto: Der Siebenwegenpunkt nach einem Regenfall in März 2020


Sechsspurig in die Sackgasse

Auch Ihr Haus könnte betroffen sein




Dorfspaziergänge 2020

Am 13.09.2020 wird der nächste Dorfsspaziergang am Tagebau Garzweiler II veranstaltet. Nähere Informationen auf:


Guten Tag,

 

Permafrostböden tauen auf, Wälder brennen und der Meeresspiegel steigt, aber Konzerne wie RWE torpedieren mit tatkräftiger Unterstützung der Bundes- und Landesregierung die in Paris angestrebten Klimaziele.  Ein mühsam ausgehandelter Kohle-Kompromiss wird von der derzeitigen Landesregierung mit den politischen Methoden abscheulichster Niedertracht zu Makulatur gemacht. Die restlichen Dörfer sollen, obwohl ökologischer wie ökonomischer Unsinn, der Braunkohle zum Opfer fallen, während man in Düsseldorf den Erhalt des restlichen Hambacher Waldes als Entgegenkommen feiern will, den Wald aber weiterhin den sich nähernden Baggern ausliefert.

 

Nach Jahrzehnten der Wertschöpfung an Kapital und Grundbesitz verlangt der Konzern Entschädigungen in Milliardenhöhe, die Folgekosten (zynisch Ewigkeitskosten genannt), insbesondere die Finanzierung der bedrohlich werdenden Wasserversorgung, bezahlen die Bürger in naher und ferner Zukunft.

 

Die Zerstörungen der Gegenwart sollen für die Zukunft mit einem Strukturwandel-Programm, im albernen Denglisch „Innovation Valley“ geheißen, eine Fortsetzung finden. Ein See, der mit keinem Tropfen Wasser vorhanden ist und in Anbetracht des alpinen Wasserhaushaltes lange auf sich warten lässt, wird als gigantisches Gewerbegebiet verplant, ungeachtet der Tatsache, dass kein Limnologe Auskunft über die zu erwartende Wasserqualität geben kann und niemand weiß, wie stabil die Seeufer sein werden.

 

Berlin und Düsseldorf haben die eigenen Umweltministerien weitestgehend ausgeschlossen, die Bevölkerung und Nichtregierungsorganisationen werden mit Absicht im Unklaren gelassen. Laschet und Lindner versuchen, hoheitliche Aufgaben an Firmen abzugeben, die Gestaltung der Zukunft wird damit zu einem Wettbewerb am Markt. Diese Praxis erinnert an die Machenschaften der Firma Nestlé, Wasserrechte zu erschleichen, um ein Allgemeingut teuer verkaufen zu können. Ein Staat, der sich selbst privatisiert, verliert seine demokratische Legitimation.

 

Mit der Bitte um Teilnahme an den Aktionen und Weiterleitung,

 

herzlichst

 

Kurt Sasserath – NABU Mönchengladbach


Demo L277

 Liebe Wald- und Naturschützer*innen, Pressevertreter*innen, Mitmenschen... 

wenn es noch eines Beweises für  bedurft hätte warum wir von NRWE sprechen...   Antwort eines Polizei-Einsatzleiters am Sonntagnachmittag auf die Frage, wie es denn sein könne, dass RWE gegen alle eigenen Ankündigungen lapidar und überraschend mitteilt, dass die L277 nun nicht ab Montagmorgen, 20. Juli, sondern  schon jetzt, am 19. Juli, komplett gesperrt werde:

"Hier bestimmt RWE die Spielregeln."

Normalität im Rheinland. NRWE, haben wir uns daran gewöhnt, nehmen wir das weiter hin? Nein, genau das tun wir nicht, wir müssen uns einem verantwortungslosen Konzern konsequent in den Weg stellen. Einem Konzern, der sich ein grünes Image verpassen will, der aber hier bei uns die Klimakatstrophe anheizt, der weiter Menschen aus ihrer angestammten Heimat vertreibt, einem Konzern, der auch noch Milliardenbeträge dafür kassiert, dass er die Lebensgrundlagen kommender Generationen für kurzfristige Profite vernichtet. Und die willigen Helfer in der Politik lassen sich von einem gierigen Konzern weitere unglaubliche "Entschädigungs"-Ansprüche in das Kohleverlängerungs-Gestz diktieren, ein weiter Schlag ins Gesicht einer wachsenden Klimabewegung.
 
Seit gestern, 20. Juli, wird die Landstraße 277, die letzte Barriere vor den Dörfern am Tagebau Garzweiler abgerissen. Immer wieder werden die Maschinen von mutigen Menschen aufgehalten, trotzdem geht die Zerstörung in erschreckender Geschwindigkeit weiter.

Doch die Menschen lassen sich nicht entmutigen, ganz im Gegenteil. Sie stellen sich gegen die Vertreibung, gegen die Vernichtung von Heimat, gegen den Raubbau an unserer Zukunft, gegen die Zerstörung der Schöpfung.

So war es am vergangenen Sonntag mit 800 Menschen, so war es am Montag, und so ist es auch heute, erneut sind mutigen Menschen auf der Straße und blockieren das Zerstörungswerk von NRWE.

Die Verantwortlichen von RWE und die Handlanger in der Politik haben die Rechnung ohne die Menschen gemacht. Wie vor zwei Jahren am Hambacher Wald entsteht gerade im Rheinland erneut eine große vielfältige Bewegung, die am Ende das Überleben der Dörfer am Tagebau Garzweiler, Keyenberg, Kuckum, Ober- und Unterwestrich, Berverath und Lützerath möglich machen wird.


Aktion Kirche im Dorf lassen


Ein Ausstieg, der kein Ausstieg ist - Die Zerstörungen des Klimas und der Landschaft gehen ungebremst weiter

Eigenversorung fragen

In Zeiten der Klimakrise klingt es wie ein schlechter Scherz, es ist aber bittere Realität: Wer mit einer Solaranlage auf dem Dach oder Grundstück Energie vor Ort produziert, wird in vielen Fällen finanziell durch die Zahlung der sogenannten EEG-Umlage belastet. Viele Bürger*innen kämpfen schon seit Jahren gegen diese sogenannte „Sonnensteuer“.


Kohle-Irrweg

Wald statt Kohle, 75 Monate Sonntagsspaziergang im Hambi und in den Dörfern am Tagebau Garzweiler - natürlich corona-kompatibel - diesmal in den Dörfern. Mitveranstalter ist Alle Dörfer bleiben (ADB).

Lernt die bedrohten Dörfer am Tagebau Garzweiler kennen, seht die Zerstörungen mit eigenen Augen und unterstützt unseren Widerstand! #

Weitere info unter:


Kohle statt Kirche? Keine Entwidmung der Kirchen im Rheinischen Braunkohlerevier


Die Zeit drängt


Boykottiert Bolsonaro!

Siehe:

"Internetpetitionen Naturschutz Organisationen". Siehe auch Artikel "Corona und die Bäume".


Folgen der Coronakrise bekämpfen – aber Natur und Umwelt dabei vergessen?

Folgen der Coronakrise bekämpfen – aber Natur und Umwelt dabeNABU bewertet Konjunkturpaket der Bundesregierung vergessen?



Bürger fragen Politiker

Kommunalwahl 2020

Siehe ´Nachrichten vom NABU Mönchengladbach´. Bitte stellen Sie Fragen in Ihrem eigenen Interesse!


PRESSEMITTEILUNG NABU NRW | Nr. 24 | 21. April 2020

 

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NABU NRW: Klimakrise genauso konsequent angehen wie Corona-Pandemie

 

Naderer: Nachhaltige Siedlungsentwicklung ein zentraler Baustein für erfolgreichen Klimaschutz in NRW
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Düsseldorf – Zum diesjährigen Tag der Erde am 22. April warnt der NABU NRW davor die Corona-Pandemie und die Klimakrise gegeneinander auszuspielen. Wichtige Klimaschutzmaßnahmen dürfen nicht auf der Strecke bleiben, wenn die Wirtschaft nach Beendigung des Lockdowns wieder hochgefahren werde. Im Gegenteil, die weltweite Klimakrise müsse genauso konsequent angegangen werden wie die aktuelle Pandemie. „An der Corona-Pandemie sehen wir gerade, dass Krisen bewältigt werden können, wenn die Wissenschaft die gesellschaftlich dominierenden Fragen aufnimmt und Lösungen entwickelt und wir solidarisch zusammenzustehen und entschlossen handeln“, sagte Dr. Heide Naderer, Vorsitzende des NABU NRW heute in Düsseldorf.

 

Den vollständigen Artikel lesen Sie bei ´Nachrichten vom NABU NRW´:

Für Rückfragen: Dr. Heide Naderer, Vorsitzende des NABU NRW, Tel.: 0211-15 92 51-41

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Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf

 

Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)

Tel. 0211.15 92 51 - 14 | Fax -15 | E-Mail: B.Koenigs@NABU-NRW.de



Auslöser für das Blaumeisensterben

Untersuchungen haben diese Woche den Auslöser für das Blaumeisensterben bestätigt: Verantwortlich ist das Bakterium Suttonella ornithocola, das bei Blaumeisen Lungenentzündungen hervorruft. Für Menschen und Haustiere ist es dagegen ungefährlich.

Um mehr über die Krankheit und ihre Ausbreitung zu erfahren, bitten wir weiterhin um Meldungen über unser Online-Formular. Bei betroffenen Gärten empfehlen wir, Futter- und Badestellen zu entfernen, damit die Vögel sich weniger leicht gegenseitig anstecken können.


Hinweis Ludwig Winkens

Man spricht von bereits rd. 8.000 gemeldeten toten bzw. erkrankten Blaumeisen. Auf  der NABU Internet-Seite ist beschrieben, was man tun kann, wenn man eine tote Meise finden sollte. Der NABU und die Medien weisen darauf hin, dass die örtlichen Veterinärämter tote Vögel i.d.R. annehmen, alternativ dazu könne man die Vögel an ein Hamburger Tropeninstitut (s. Internet-Seite) schicken und möglichst frisch und gut gekühlt.


Vorab hatte ich mit dem Mönchengladbacher Veterinäramt gesprochen, die mir einen langen Vortrag gehalten hatten, warum und weshalb sie die toten Vögel nicht annehmen, um diese nach Hamburg zu schicken und sie das nicht leisten können.

 

Es gibt aber noch eine andere praktikablere Möglichkeit, die ich in Erfahrung gebracht habe, weil gestern 2 Meldungen von erkrankten und verstorbenen Blaumeisen bei mir telefonisch eintrafen und ich deshalb recherchiert habe. 

In Krefeld, Alte Gladbacher Str. 2, befindet sich ein Institut (CVUA- RRW = Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt  Rhein-Ruhr-Wupper), die bereit sind, tote Vögel zur Untersuchung entgegen zu nehmen. Kosten entstehen für uns keine. Eine Vertreterin des Instituts sagte mir, dass man bitte aber nur tote Blaumeisen (ggf. auch andere Arten) liefern soll, die max. einen Tag tot sind und der Kadaver sich deshalb noch in einem rel. frischen Zustand befinden würde. Alles andere würde nichts bringen.

 

Um möglichst frische Kadaver abzuliefern, sollte man möglich die Vögel dort persönlich vorbei bringen.

Wegen Corona können die Öffnungszeiten geändert werden!

Telefonnummer und Anfahrtsskizze siehe Internetseite CVUA-RRW, Krefeld:


Das Märchen von der wundersamen Gladbacher CO² Reduktion (ein satirischer Rückblick)

Es war einmal in den dunklen Tagen des Jahres 2019, da stand ein besonderer Antrag auf der Tagesordnung des Gladbacher Stadtrates. Es war gefordert worden, die Stadt solle den „Klimanotstand“ ausrufen. Die aus CDU und SPD bestehende GROKO Mehrheit wies den Antrag schnell zurück. Man verlas eine Berichtsvorlage des Fachbereichs Umwelt der Stadtverwaltung. In der Vorlage wurde argumentiert, die Stadt sei bereits Vorreiter in Sachen CO2 Reduzierung, da sie es geschafft habe, durch Beharrlichkeit eine Verkleinerung des RWE Braunkohletagebaues Garzweiler herbeizuführen. Damit sei es der Stadt gelungen, große Mengen CO2 zu reduzieren. Ein Klimanotstand liege daher nicht vor.

 

Tatsache ist, dass zu der Zeit, als die Stadt Mönchengladbach gegen den Tagebau protestierte, das Thema CO2 überhaupt nicht auf der politischen Agenda stand. Es ging der Stadt damals vielmehr einzig darum, den Verlust von Mönchengladbacher Stadtfläche zu verhindern.

 

Bekanntlich hat seinerzeit die Landesregierung NRW aus SPD und Bündnis 90/ Die Grünen  durch einen Grundsatzbeschluss den Tagebau Garzweiler beträchtlich verkleinert (und nicht die Stadt Mönchengladbach).

 

Wenn man die seltsame Argumentationskette  des Fachbereichs Umwelt einmal konsequent weiterdenkt, kommen überraschende  neue Erkenntnisse zu tage. So kann man etwa weitere merkwürdige klimafreundliche Argumente konstruieren.

 

Beispiel 1:

Der Gladbacher Freiraum wird seit Jahrzehnten mit neuen Gewerbegebieten versiegelt.  Tatsächlich kann man nun behaupten, Mönchengladbach sei dadurch Vorreiter in der Reduzierung von Pestiziden und Gülle. Schließlich können die industriell wirtschaftenden Bauern auf versiegelten Böden kein Unheil mehr anrichten.

 

Beispiel 2:

Der riesige Flächenfraß des Braunkohletagebaues Garzweiler, von dem auch das Gladbacher Stadtgebiet betroffen wird, ist verantwortlich dafür, dass ganze Dörfer, die den Boden versiegelt haben, und große Flächen verseuchter Äcker vernichtet werden. So kann die Natur endlich wieder Einzug halten (durch den geplanten See und die renaturierten Randbereiche).

 

Um mit dem Erzählen von Märchen zum Schluss zu kommen: Der Autoverkehr in unserer Stadt und auf den sie umgebenden Autobahnen nimmt Jahr für Jahr immer weiter zu. Und damit auch der Ausstoß von CO2. Die Natur in der Stadt nimmt dagegen immer weiter ab. Dies ist kein Märchen sondern traurige Realität.   

 

Karlheinz Büchner


Corona und die Bäume

 

Das Gedenken an die Verstorbenen und die Sorge um die Erkrankten verpflichtet zum Nachdenken, wie Epidemien und vergleichbare Katastrophen verhindert werden können. Die Erinnerung an die Grippewellen vergangener Jahre, als ohne nennenswerte Reaktionen 25000 Tote zu beklagen waren, befördert schnell Phantasien aus der Gerüchteküche, wonach das Corona-Virus in einem chinesischen Chemiewaffenlabor gezüchtet wurde, um Handelskriegen der östlichen Macht mit dem Rest der Welt zu dienen, während der befohlene Stillstand in den westlichen Industrienationen als Versuch, den letzten Einzelhandel abzuschaffen, gedeutet werden könnte (und in der Tat: Amazon verdient prächtig). Journalismus und Geschichtsschreibung werden nach der Überwindung der Corona-Krise den Wahrheitsgehalt solcher Vermutungen untersuchen.

 

Frau Merkels Versuch einer historischen Einordnung, die Corona-Krise als größte Herausforderung nach dem Zweiten Weltkrieg zu interpretieren, ist in Erinnerung an fast sechzig Millionen Menschen, die während der dreißiger und vierziger Jahre des letzten Jahrhunderts eines gewaltsamen Todes starben und in Anbetracht der Bedrohungen durch Naturzerstörung und Klimawandel, eine nicht haltbare Übertreibung; und der Vergleich eines Virus mit dem auf Erden stationierten Atomwaffenarsenal, den Bill Gates  zu denken versucht, ist eine für die Wertschöpfer der digitalen Zwangstechnisierung nahezu typische Phantasmagorie: sie verwechseln die Wirklichkeit mit einem Computerspiel.

 

Weitaus tiefschichtiger erscheint der historische Abriß des Politologen Ekkehart Krippendorff. Der Emeritus der Universität Berlin untersuchte den Kardinalfehler staatlichen Handelns, durch stets wachsende Rüstung den Frieden sichern zu wollen. Krippendorff nennt dieses erschreckende Phänomen „die historische Logik politischer Unvernunft“. Alle Rüstungsanstrengungen endeten, auch nach langen Friedenszeiten, in Krieg und Untergang. Leider erschöpft sich diese Unvernunft nicht im Militärischen, sie findet im globalen Neoliberalismus ein vergleichbares Zerstörungspotential. Der Neoliberalismus verdinglicht alle Lebewesen, den Menschen eingeschlossen, zu einem Wirtschaftsgut, zu einer Ressource, deren Zweck es ist, verbraucht zu werden.

 

Das Amoralische dieser Denk- und Handlungsweise trägt die Verantwortung für die ökologische wie ökonomische Krise unserer Gegenwart. Zur politischen Unvernunft gesellt sich die wirtschaftliche Unvernunft in Form einer Umkehrung des Nachhaltigen. Güter, die zur langfristigen Versorgung dienen sollten, werden ersatzlos verbraucht, und Ökosysteme, die die unabdingbare Voraussetzung aller Lebensformen sind, werden erbarmungslos vernichtet.

 

Permafrostböden tauen, der Meeresspiegel steigt, Wälder werden vernichtet. Allein in Brasilien fielen siebenhunderttausend Quadratkilometer (das ist zweimal die Fläche der BRD) Wald der wirtschaftlichen Habgier zum Opfer, obwohl dieser Regenwald mit seiner Fähigkeit, 140 Milliarden Tonnen Kohlendioxyd zu speichern, für den Erhalt des Lebens auf dem Planeten Erde von unschätzbarem Wert ist. Zahlen zeigen den anthropozentrischen Wert der Natur, werden aber dem holistischen Ansatz des Naturschutzes nicht gerecht.

 

Eine Million Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht, sie werden wie Menschen in Kriegszeiten von Menschen ermordet, so wie der Völkermörder J. Bolsonaro, Handelspartner der EU und der USA, tatkräftig unterstützt von den Konsumenten billigen Grillgutes, die indigenen Völker Südamerikas vernichten will, und in der Gesellschaft anderer Psychopathen, die derzeit die Macht in ihren schmutzigen Händen halten, immer mehr zu einer Bedrohung des Friedens wird.

 

Mit vorsätzlicher Fahrlässigkeit, immer unter Berufung auf wirtschaftliche Zwänge, hat die Politik bislang einen global effektiven Natur-, Klima- und Menschenschutz verhindert, und zeigt nunmehr, wie schnell, wirksam und ohne ökonomische Rücksichtnahme staatliches Handeln in die Praxis umgesetzt werden kann.

 

Es drängt sich die Frage auf, warum die Wissenschaftlichkeit virologischer Erkenntnisse, bzw. deren gesellschaftspolitische Umsetzung, klimatologische und ökologische Forschungen zu verdrängen scheint, ergänzen und erhellen sich die drei Naturwissenschaften doch seit Jahrzehnten. Virologen bestätigen, dass Viren durch die Zerstörung von Ökosystemen gefährlicher werden können und darüber hinaus eine schnellere Verbreitung finden.

 

Noch versteht die Bevölkerung eine Kontaktsperre wohlwollend als Therapie, wie aber gestaltet sich ein vergleichbarer Zustand, dauert die Isolation wegen anhaltender Hitze, wegen Überschwemmungen oder aufgrund eines Wassermangels, vielleicht in Kombination mit sehr aggressiven Viren, Monate oder Jahre?

 

Was kommt nach Corona? Ein Memento mori unter besonderer Berücksichtigung der Verletzbarkeit (und Tötbarkeit, würde Günther Anders sagen) allen Lebens, endlich die Durchsetzung eines globalen Schutzes aller Ökosysteme,  Bescheidenheit und Maßhalten, eine Bonuszahlung für das Personal medizinischer Berufe, oder erstickt der Wunsch nach Humanität und Solidarität in einem lauten, orgiastischen Corona-Event mit billigen Grillwürstchen, den Phrasen beschönigender Werbung und einer Versteigerung des gesammelten Klopapiers für wohltätige Zwecke?

 

„Bleiben Sie gesund“ ist ein Imperativ, der sich unserem Vermögen, etwas zu verwirklichen, entzieht. Wir wünschen es dennoch von Herzen und … denken Sie nachhaltig!

 

Kurt Sasserath

 


Frühling 3 Wochen früher

Vogelpärchen suchen jetzt schon eine Wohnung. Unter: Kleiber (Sitta Europaea)


Naturschutz/Gehölzpflege

 

Landesdüngeverordnung NRW schwächt Gesundheits- und Umweltschutz

 

NABU NRW fordert eine Abkehr von der Massentierhaltung

 

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Düsseldorf – Ohne notwendige, bundeseinheitliche Regelungen abzuwarten, hat das Land NRW am 23. März eine neue Landesdüngeverordnung im Landeskabinett verabschiedet, die heute in Kraft getreten ist: „NRW schreitet damit voran, für die intensive Landwirtschaft günstige, nicht aber für das Grundwasser und eine gesunde Umwelt in NRW notwendige Regelungen festzuzurren“, kritisiert Dr. Heide Naderer, Vorsitzende des NABU NRW.


Hambi KANN bleiben -und die Dörfer auch!

Bericht von Michael Zobel (Februar 2020):
"Die Zerstörung von Heimat geht weiter, noch am letzen Tag im Februar hat RWE weitere Bäume im Ort gefällt und Gärten verwüstet, man möchte offensichtlich auch noch die letzten Bewohner vertreiben.
RWE veröffentlicht Pläne, wie um den Hambi herum gebaggert werden soll. Angeblich, um Abraum für die Sicherung der Böschungen zu gewinnen...   gehts noch? Stoppt die Bagger, kein Quadratmeter Land darf mehr geopfert werden, auf der Sophienhöhe liegt mehr als genug Material...
Das Institut für Wirtschaftsforschung stellt fest: Ergebnis vom Kohlekompromiss - Der Hambacher Wald und alle Dörfer können erhalten bleiben."
Hier das Gutachten:

Mailing: Alledoerferbleiben-rheinland@lists.posteo.de


" Klimawandel? Ach, hör doch auf!"                       Wir räumen mit Klimamythen auf

Klimamythen? Menschen, die den Klimawandel einfach leugnen? Sollte es eigentlich gar nicht geben. Aber ziemlich hartnäckig behaupten sich Unwahrheiten, Halbwahrheiten und simple Lügen in den Diskussionen um die Klimakrise. Ein paar Beispiele: Das ist alles nur Panikmache! Wir haben gar keinen Einfluss auf die Erderhitzung. Oder: Früher war's noch viel wärmer als heute. Mit diesen Klimamythen räumen wir nun auf.
Der Bundestag hat das Klimaschutzgesetz beschlossen. Aber das Gesetz reicht hinten und vorne nicht aus – und unsere Ziele werden wir mit diesem „Klima-Päckchen“ nicht erreichen. Das ist enttäuschend und macht uns angesichts der dramatischen Entwicklung bei Klimawandel und Artensterben wütend.


Geht Konsum auch ohne Müll?


Freitag für die Zukunft oder Fridays for Future

Die Jugend ist uneigennützig im Denken und Fühlen und denkt und fühlt deshalb die Wahrheit am tiefsten.

Heinrich Heine

 

Man muß jung sein, um große Dinge zu tun.

Goethe im Gespräch mit Eckermann, März 1828

 

“Unser Haus brennt… Ich will nicht, dass ihr Hoffnung habt. Ich will, dass ihr in Panik geratet. Ich will, dass ihr die Angst spürt, die ich jeden Tag spüre. Und dann will ich, dass ihr handelt.”

Greta Thunberg, Mai 2019

 

Mit süffisantem Lächeln versuchte Ministerpräsident Laschet die folgende Beschwichtigung:

 „Wir müssen besser darin werden, den jungen Menschen zu erklären, warum das mit dem Klimaschutz nicht so schnell geht.“

Nicht nur jungen Menschen drängt sich die Frage auf, warum die so Redenden Jahrzehnte verstreichen ließen, ohne Ihre Verantwortung in die  handelnde Tat umzusetzen.

Die Politik hätte nach dem Erscheinen des ersten Berichts des Club of Rome (1972) den ökologischen Umbau der Wirtschaft auf den Weg bringen müssen. So mancher Wald würde heute noch wachsen und viele Menschen hätten in ihren traditionellen Berufen weiterhin ihr Auskommen gefunden. Geschehen ist nichts, nur leere Worte folgten.

 

Fridays for Future hat recht: die Politik muss schneller und besser werden.


Weitere Termine wie immer unter https://nrw.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/energie/kohelausstieg/.

 


Der Vogel des Jahres 2019  Feldlerche (Alauda arvensis)

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Steinbrecher 2020
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