NABU MÖNCHENGLADBACH

 

Willkommen beim NABU Mönchengladbach

Für Mensch und Natur

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. möchte Menschen dafür begeistern, sich gemeinsam für die Natur einzusetzen. Auch kommende Generationen sollen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt. Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln.



NABU begrüßt 100.000stes Mitglied in NRW

Natur- und Umweltschutz sind den Menschen weiterhin wichtig

Düsseldorf/Bochum Den Wert der Natur haben viele Menschen gerade in den letzten Wochen und Monaten wieder neu schätzen gelernt. Natur erleben zu können, dort zu entspannen und abzuschalten macht auch die gegenwärtige Krise vielfach erträglicher.  „Wir freuen uns sehr, dass so viele Menschen den Weg zum NABU finden, denn sie verleihen dem NABU eine starke Stimme für den Schutz einzigartiger Lebensräume und den Erhalt der biologischen Vielfalt. Dafür möchten wir allen Menschen, die uns als NABU-Mitglied unterstützen und sich ehrenamtlich vor Ort für die Natur engagieren herzlich danken“, so Naderer. 

 

Familie Aldach freute sich sehr über die herzliche Begrüßung. 

 

Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf

Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)

Tel. 0211.15 92 51 - 14 | Fax -15 | E-Mail: B.Koenigs@NABU-NRW.de  

 



Bürger fragen Politiker

Kommunalwahl 2020

Siehe ´Nachrichten vom NABU Mönchengladbach´. Bitte stellen Sie Fragen in Ihrem eigenen Interesse!


Mohn im Mai

Bei den Nachrichten von NABU Mönchengladbach sehen Sie im Artikel "Was blüht jetzt"  alte bekannte oder neue, aber auch überraschend frühe Frühjahrsblüher.

 

Eine digitale Frühjahrsblütenwanderung.

 

Text & Fotos: Caroline Dormans, NABU Mönchengladbach

 

 

 

 Bild Klemens Karkow: Mohn seit Ende April in voller Blüte.


PRESSEMITTEILUNG NABU NRW | Nr. 24 | 21. April 2020

 

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NABU NRW: Klimakrise genauso konsequent angehen wie Corona-Pandemie

 

Naderer: Nachhaltige Siedlungsentwicklung ein zentraler Baustein für erfolgreichen Klimaschutz in NRW
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Düsseldorf – Zum diesjährigen Tag der Erde am 22. April warnt der NABU NRW davor die Corona-Pandemie und die Klimakrise gegeneinander auszuspielen. Wichtige Klimaschutzmaßnahmen dürfen nicht auf der Strecke bleiben, wenn die Wirtschaft nach Beendigung des Lockdowns wieder hochgefahren werde. Im Gegenteil, die weltweite Klimakrise müsse genauso konsequent angegangen werden wie die aktuelle Pandemie. „An der Corona-Pandemie sehen wir gerade, dass Krisen bewältigt werden können, wenn die Wissenschaft die gesellschaftlich dominierenden Fragen aufnimmt und Lösungen entwickelt und wir solidarisch zusammenzustehen und entschlossen handeln“, sagte Dr. Heide Naderer, Vorsitzende des NABU NRW heute in Düsseldorf.

 

Den vollständigen Artikel lesen Sie bei ´Nachrichten vom NABU NRW´:

Für Rückfragen: Dr. Heide Naderer, Vorsitzende des NABU NRW, Tel.: 0211-15 92 51-41

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Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf

 

Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)

Tel. 0211.15 92 51 - 14 | Fax -15 | E-Mail: B.Koenigs@NABU-NRW.de


Gewinner Großer Malwettbewerb NABU NRW

Ein außergewöhnliches Frühjahr erleben wir alle derzeit - die Corona-Pandemie stellt die Welt der Kinder und Erwachsenen völlig auf den Kopf. Wir möchten die Zeit Zuhause mit euch gemeinsan ein wenig bunter gestalten und rufen auf zum großen Malwettbewerb. Wir werden euch in den nächsten Wochen verschiedene Themen in Form von Rätseln, Mal-Tutorials und schönen Vorlagen zum Ausmalen näherbringen. Zu jedem Thema können uns Kinder und Erwachsene gerne ein oder auch mehrere Bilder malen und zusenden. Die besten Bilder gewinnen tolle Preise. Also ran an die Buntstifte oder den Farbmalkasten und los geht’s!


Auslöser für das Blaumeisensterben

Untersuchungen haben diese Woche den Auslöser für das Blaumeisensterben bestätigt: Verantwortlich ist das Bakterium Suttonella ornithocola, das bei Blaumeisen Lungenentzündungen hervorruft. Für Menschen und Haustiere ist es dagegen ungefährlich.

Um mehr über die Krankheit und ihre Ausbreitung zu erfahren, bitten wir weiterhin um Meldungen über unser Online-Formular. Bei betroffenen Gärten empfehlen wir, Futter- und Badestellen zu entfernen, damit die Vögel sich weniger leicht gegenseitig anstecken können.


Mysteriöses Meisensterben                                    Wie melden Sie uns kranke / tote Blaumeisen

-Seit März werden aus vielen Gärten Blaumeisen gemeldet, die krank wirken und schnell sterben. Bitte helfen Sie mit, herauszufinden, was los ist!-

Hinweis Ludwig Winkens

Man spricht von bereits rd. 8.000 gemeldeten toten bzw. erkrankten Blaumeisen. Auf  der NABU Internet-Seite ist beschrieben, was man tun kann, wenn man eine tote Meise finden sollte. Der NABU und die Medien weisen darauf hin, dass die örtlichen Veterinärämter tote Vögel i.d.R. annehmen, alternativ dazu könne man die Vögel an ein Hamburger Tropeninstitut (s. Internet-Seite) schicken und möglichst frisch und gut gekühlt.


Vorab hatte ich mit dem Mönchengladbacher Veterinäramt gesprochen, die mir einen langen Vortrag gehalten hatten, warum und weshalb sie die toten Vögel nicht annehmen, um diese nach Hamburg zu schicken und sie das nicht leisten können.

 

Es gibt aber noch eine andere praktikablere Möglichkeit, die ich in Erfahrung gebracht habe, weil gestern 2 Meldungen von erkrankten und verstorbenen Blaumeisen bei mir telefonisch eintrafen und ich deshalb recherchiert habe. 

In Krefeld, Alte Gladbacher Str. 2, befindet sich ein Institut (CVUA- RRW = Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt  Rhein-Ruhr-Wupper), die bereit sind, tote Vögel zur Untersuchung entgegen zu nehmen. Kosten entstehen für uns keine. Eine Vertreterin des Instituts sagte mir, dass man bitte aber nur tote Blaumeisen (ggf. auch andere Arten) liefern soll, die max. einen Tag tot sind und der Kadaver sich deshalb noch in einem rel. frischen Zustand befinden würde. Alles andere würde nichts bringen.

 

Um möglichst frische Kadaver abzuliefern, sollte man möglich die Vögel dort persönlich vorbei bringen.

Wegen Corona können die Öffnungszeiten geändert werden!

Telefonnummer und Anfahrtsskizze siehe Internetseite CVUA-RRW, Krefeld:



Das Märchen von der wundersamen Gladbacher CO² Reduktion (ein satirischer Rückblick)

Es war einmal in den dunklen Tagen des Jahres 2019, da stand ein besonderer Antrag auf der Tagesordnung des Gladbacher Stadtrates. Es war gefordert worden, die Stadt solle den „Klimanotstand“ ausrufen. Die aus CDU und SPD bestehende GROKO Mehrheit wies den Antrag schnell zurück. Man verlas eine Berichtsvorlage des Fachbereichs Umwelt der Stadtverwaltung. In der Vorlage wurde argumentiert, die Stadt sei bereits Vorreiter in Sachen CO2 Reduzierung, da sie es geschafft habe, durch Beharrlichkeit eine Verkleinerung des RWE Braunkohletagebaues Garzweiler herbeizuführen. Damit sei es der Stadt gelungen, große Mengen CO2 zu reduzieren. Ein Klimanotstand liege daher nicht vor.

 

Tatsache ist, dass zu der Zeit, als die Stadt Mönchengladbach gegen den Tagebau protestierte, das Thema CO2 überhaupt nicht auf der politischen Agenda stand. Es ging der Stadt damals vielmehr einzig darum, den Verlust von Mönchengladbacher Stadtfläche zu verhindern.

 

Bekanntlich hat seinerzeit die Landesregierung NRW aus SPD und Bündnis 90/ Die Grünen  durch einen Grundsatzbeschluss den Tagebau Garzweiler beträchtlich verkleinert (und nicht die Stadt Mönchengladbach).

 

Wenn man die seltsame Argumentationskette  des Fachbereichs Umwelt einmal konsequent weiterdenkt, kommen überraschende  neue Erkenntnisse zu tage. So kann man etwa weitere merkwürdige klimafreundliche Argumente konstruieren.

 

Beispiel 1:

Der Gladbacher Freiraum wird seit Jahrzehnten mit neuen Gewerbegebieten versiegelt.  Tatsächlich kann man nun behaupten, Mönchengladbach sei dadurch Vorreiter in der Reduzierung von Pestiziden und Gülle. Schließlich können die industriell wirtschaftenden Bauern auf versiegelten Böden kein Unheil mehr anrichten.

 

Beispiel 2:

Der riesige Flächenfraß des Braunkohletagebaues Garzweiler, von dem auch das Gladbacher Stadtgebiet betroffen wird, ist verantwortlich dafür, dass ganze Dörfer, die den Boden versiegelt haben, und große Flächen verseuchter Äcker vernichtet werden. So kann die Natur endlich wieder Einzug halten (durch den geplanten See und die renaturierten Randbereiche).

 

Um mit dem Erzählen von Märchen zum Schluss zu kommen: Der Autoverkehr in unserer Stadt und auf den sie umgebenden Autobahnen nimmt Jahr für Jahr immer weiter zu. Und damit auch der Ausstoß von CO2. Die Natur in der Stadt nimmt dagegen immer weiter ab. Dies ist kein Märchen sondern traurige Realität.   

 

Karlheinz Büchner


Corona und die Bäume

 

Das Gedenken an die Verstorbenen und die Sorge um die Erkrankten verpflichtet zum Nachdenken, wie Epidemien und vergleichbare Katastrophen verhindert werden können. Die Erinnerung an die Grippewellen vergangener Jahre, als ohne nennenswerte Reaktionen 25000 Tote zu beklagen waren, befördert schnell Phantasien aus der Gerüchteküche, wonach das Corona-Virus in einem chinesischen Chemiewaffenlabor gezüchtet wurde, um Handelskriegen der östlichen Macht mit dem Rest der Welt zu dienen, während der befohlene Stillstand in den westlichen Industrienationen als Versuch, den letzten Einzelhandel abzuschaffen, gedeutet werden könnte (und in der Tat: Amazon verdient prächtig). Journalismus und Geschichtsschreibung werden nach der Überwindung der Corona-Krise den Wahrheitsgehalt solcher Vermutungen untersuchen.

 

Frau Merkels Versuch einer historischen Einordnung, die Corona-Krise als größte Herausforderung nach dem Zweiten Weltkrieg zu interpretieren, ist in Erinnerung an fast sechzig Millionen Menschen, die während der dreißiger und vierziger Jahre des letzten Jahrhunderts eines gewaltsamen Todes starben und in Anbetracht der Bedrohungen durch Naturzerstörung und Klimawandel, eine nicht haltbare Übertreibung; und der Vergleich eines Virus mit dem auf Erden stationierten Atomwaffenarsenal, den Bill Gates  zu denken versucht, ist eine für die Wertschöpfer der digitalen Zwangstechnisierung nahezu typische Phantasmagorie: sie verwechseln die Wirklichkeit mit einem Computerspiel.

 

Weitaus tiefschichtiger erscheint der historische Abriß des Politologen Ekkehart Krippendorff. Der Emeritus der Universität Berlin untersuchte den Kardinalfehler staatlichen Handelns, durch stets wachsende Rüstung den Frieden sichern zu wollen. Krippendorff nennt dieses erschreckende Phänomen „die historische Logik politischer Unvernunft“. Alle Rüstungsanstrengungen endeten, auch nach langen Friedenszeiten, in Krieg und Untergang. Leider erschöpft sich diese Unvernunft nicht im Militärischen, sie findet im globalen Neoliberalismus ein vergleichbares Zerstörungspotential. Der Neoliberalismus verdinglicht alle Lebewesen, den Menschen eingeschlossen, zu einem Wirtschaftsgut, zu einer Ressource, deren Zweck es ist, verbraucht zu werden.

 

Das Amoralische dieser Denk- und Handlungsweise trägt die Verantwortung für die ökologische wie ökonomische Krise unserer Gegenwart. Zur politischen Unvernunft gesellt sich die wirtschaftliche Unvernunft in Form einer Umkehrung des Nachhaltigen. Güter, die zur langfristigen Versorgung dienen sollten, werden ersatzlos verbraucht, und Ökosysteme, die die unabdingbare Voraussetzung aller Lebensformen sind, werden erbarmungslos vernichtet.

 

Permafrostböden tauen, der Meeresspiegel steigt, Wälder werden vernichtet. Allein in Brasilien fielen siebenhunderttausend Quadratkilometer (das ist zweimal die Fläche der BRD) Wald der wirtschaftlichen Habgier zum Opfer, obwohl dieser Regenwald mit seiner Fähigkeit, 140 Milliarden Tonnen Kohlendioxyd zu speichern, für den Erhalt des Lebens auf dem Planeten Erde von unschätzbarem Wert ist. Zahlen zeigen den anthropozentrischen Wert der Natur, werden aber dem holistischen Ansatz des Naturschutzes nicht gerecht.

 

Eine Million Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht, sie werden wie Menschen in Kriegszeiten von Menschen ermordet, so wie der Völkermörder J. Bolsonaro, Handelspartner der EU und der USA, tatkräftig unterstützt von den Konsumenten billigen Grillgutes, die indigenen Völker Südamerikas vernichten will, und in der Gesellschaft anderer Psychopathen, die derzeit die Macht in ihren schmutzigen Händen halten, immer mehr zu einer Bedrohung des Friedens wird.

 

Mit vorsätzlicher Fahrlässigkeit, immer unter Berufung auf wirtschaftliche Zwänge, hat die Politik bislang einen global effektiven Natur-, Klima- und Menschenschutz verhindert, und zeigt nunmehr, wie schnell, wirksam und ohne ökonomische Rücksichtnahme staatliches Handeln in die Praxis umgesetzt werden kann.

 

Es drängt sich die Frage auf, warum die Wissenschaftlichkeit virologischer Erkenntnisse, bzw. deren gesellschaftspolitische Umsetzung, klimatologische und ökologische Forschungen zu verdrängen scheint, ergänzen und erhellen sich die drei Naturwissenschaften doch seit Jahrzehnten. Virologen bestätigen, dass Viren durch die Zerstörung von Ökosystemen gefährlicher werden können und darüber hinaus eine schnellere Verbreitung finden.

 

Noch versteht die Bevölkerung eine Kontaktsperre wohlwollend als Therapie, wie aber gestaltet sich ein vergleichbarer Zustand, dauert die Isolation wegen anhaltender Hitze, wegen Überschwemmungen oder aufgrund eines Wassermangels, vielleicht in Kombination mit sehr aggressiven Viren, Monate oder Jahre?

 

Was kommt nach Corona? Ein Memento mori unter besonderer Berücksichtigung der Verletzbarkeit (und Tötbarkeit, würde Günther Anders sagen) allen Lebens, endlich die Durchsetzung eines globalen Schutzes aller Ökosysteme,  Bescheidenheit und Maßhalten, eine Bonuszahlung für das Personal medizinischer Berufe, oder erstickt der Wunsch nach Humanität und Solidarität in einem lauten, orgiastischen Corona-Event mit billigen Grillwürstchen, den Phrasen beschönigender Werbung und einer Versteigerung des gesammelten Klopapiers für wohltätige Zwecke?

 

„Bleiben Sie gesund“ ist ein Imperativ, der sich unserem Vermögen, etwas zu verwirklichen, entzieht. Wir wünschen es dennoch von Herzen und … denken Sie nachhaltig!

 

Kurt Sasserath

 


Wickrather Wald - März 2020

Die Hoffnung, eine bedrohliche Krankheit würde die Liebe zu den Lebewesen beflügeln, erweist sich als trügerisch. Mönchengladbach sägt weiter. Die Vögel verstummen und ihre Gelege werden zerstört. Ob das Holz für die Herstellung von Toilettenpapier gebraucht wird?


Frühling 3 Wochen früher

Vogelpärchen suchen jetzt schon eine Wohnung. Unter: Kleiber (Sitta Europaea)


Naturschutz/Gehölzpflege

 

Landesdüngeverordnung NRW schwächt Gesundheits- und Umweltschutz

 

NABU NRW fordert eine Abkehr von der Massentierhaltung

 

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Düsseldorf – Ohne notwendige, bundeseinheitliche Regelungen abzuwarten, hat das Land NRW am 23. März eine neue Landesdüngeverordnung im Landeskabinett verabschiedet, die heute in Kraft getreten ist: „NRW schreitet damit voran, für die intensive Landwirtschaft günstige, nicht aber für das Grundwasser und eine gesunde Umwelt in NRW notwendige Regelungen festzuzurren“, kritisiert Dr. Heide Naderer, Vorsitzende des NABU NRW.


PRESSEMITTEILUNG NABU NRW | Nr. 15/20 | 04. März 2020

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Naturschutz/Gehölzpflege

Rücksicht auf brütende Vögel nehmen

NABU NRW fordert Straßen.NRW zum sofortigen Stopp der Pflegearbeiten auf | Bei Gartenarbeit nur Pflegeschnitt des Jahreszuwachses erlaubt

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Düsseldorf – Überall in der Natur sind die Vögel derzeit dabei, ihre Reviere abzugrenzen und Nester zu bauen. Deshalb ist es wichtig, die gesetzliche Schonzeit beim Pflege- und Rückschnitt von Sträuchern und Hecken zu beachten, die vom 1. März bis zum 30. September gilt. „In dieser Zeit sind nur noch vorsichtige Form- und Pflegeschnitte erlaubt, die den Zuwachs des Jahres entfernen“, erklärt die NABU-Landesvorsitzende Dr. Heide Naderer. Bei allen Pflegemaßnahmen müsse besondere Rücksicht auf brütende Vögel genommen werden. Ein brütender Vogel dürfe durch die Heckenpflege nicht gestört werden. Im Zweifelsfall gelte es nun, mit dem Schnitt bis zum Herbst zu warten.

Der NABU NRW fordert Straßen.NRW deshalb auf, nun sämtliche Pflegearbeiten sofort einzustellen und den Vogelschutz zu berücksichtigen. An nordrhein-westfälischen Straßen liegen noch viele abgesägte Baumstämme und Äste aus den letzten Monaten, die bislang nicht abgeholt worden sind. „Aufgrund der milden Wintertage haben die ersten Vögel schon früh mit dem Nestbau in den Reisighaufen begonnen. Auch Igel und andere Säugetiere haben dort eventuell einen Unterschlupf gefunden“, so die NABU-Landeschefin. Der NABU  erwarte von einem NRW-Landesbetrieb, dass dieser sich an geltendes Naturschutzrecht hält und die Reisighaufen jetzt nicht mehr entfernt, sondern als Biotopstrukturen im Bestand belässt. Naderer: „Zudem erwarten wir, dass die Ankündigungen des Landesbetriebs Straßen NRW, mehr für Insekten zu tun, keine Lippenbekenntnisse sind und nicht mehr wie bisher radikal alles abgemäht beziehungsweise gefällt und abgeschnitten wird.“

Da ein vogelfreundlicher Heckenschnitt nur schwer umzusetzen ist, appelliert der NABU Nordrhein-Westfalen zudem an Gartenfreund*innen und Gartenbauunternehmen, Pflegeschnitte generell nicht in der Hauptbrutzeit der Vögel von März bis Juni durchzuführen. „In diesem Zeitraum bieten Gebüsche einen optimalen Unterschlupf für Vögel, Säugetiere und Amphibien. Die Tiere ziehen dort ihren Nachwuchs groß, finden darin eine gute Versteckmöglichkeit und ziehen sich im frischen Grün auch mal zum Schlafen zurück“, erläutert Naderer.

 

Für Rückfragen:

Dr. Heide Naderer, Vorsitzende des NABU NRW, mobil: 0173 68 72 250

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Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf

Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)

Tel. 0211.15 92 51 - 14 | Fax -15 | E-Mail: B.Koenigs@NABU-NRW.de

 

Möchten Sie keine Pressemitteilungen mehr von uns erhalten, schreiben Sie bitte eine kurze E-Mail an presse@nabu-nrw.de.

 



Kühlwalda freut sich -Wir danken den Helferinnen und Helfer

Die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Mönchengladbach hat am 15. Februar den Aufbau eines Amphibienschutzzaunes entlang der Kuckumer Straße im Ortsteil Wanlo realisiert. Wir danken den vielen Helfern/Helferinnen, die diese Aktion unterstützt haben!

 

Wer Fotos haben möchte:

nabu.moenchengladbach@gmail.com

 


Wie baut man einen Krötenschutzzaun?

Schritt 1: Man besucht die Problemstraße.

 

Rechts: Frau Dr. Brigitta Szyska, Naturschutzstation Haus Wildenrath

Mitte: Frau Barbara Weinthal, UNB Mönchengladbach

Links: Kurt Sasserath, NABU Mönchengladbach

Schritt 2: Man bracht kräftige und pfiffige Helfer.

Schritt 3: Man braucht jemanden mit Anhänger, um das Material herbei zu schaffen.

Schritt 4: Man gräbt die Eimer ein.

Schritt 5: Man rollt den Amphibienzaun aus.

Schritt 6: Man bringt die Bügel.

Schritt 7: Die Bügel werden in den Boden geschlagen.

Schritt 8: Der Zaun wird befestigt.

Schritt 9: Der Zaun wird mit Erde gesichert.

Schritt 10: Zweige werden in die Eimer gesteckt, um Kleintieren eine Fluchtmöglichkeit zu bieten.

Während der Arbeit wurde Müll einsgesammelt.


Hambi KANN bleiben -und die Dörfer auch!

Bericht von Michael Zobel (Februar 2020):
"Die Zerstörung von Heimat geht weiter, noch am letzen Tag im Februar hat RWE weitere Bäume im Ort gefällt und Gärten verwüstet, man möchte offensichtlich auch noch die letzten Bewohner vertreiben.
RWE veröffentlicht Pläne, wie um den Hambi herum gebaggert werden soll. Angeblich, um Abraum für die Sicherung der Böschungen zu gewinnen...   gehts noch? Stoppt die Bagger, kein Quadratmeter Land darf mehr geopfert werden, auf der Sophienhöhe liegt mehr als genug Material...
Das Institut für Wirtschaftsforschung stellt fest: Ergebnis vom Kohlekompromiss - Der Hambacher Wald und alle Dörfer können erhalten bleiben."
Hier das Gutachten:

Mailing: Alledoerferbleiben-rheinland@lists.posteo.de


Niederwald-Pflege mit Rückepferd. Bockerter Heide, Dezember 2019


" Klimawandel? Ach, hör doch auf!"                       Wir räumen mit Klimamythen auf

Klimamythen? Menschen, die den Klimawandel einfach leugnen? Sollte es eigentlich gar nicht geben. Aber ziemlich hartnäckig behaupten sich Unwahrheiten, Halbwahrheiten und simple Lügen in den Diskussionen um die Klimakrise. Ein paar Beispiele: Das ist alles nur Panikmache! Wir haben gar keinen Einfluss auf die Erderhitzung. Oder: Früher war's noch viel wärmer als heute. Mit diesen Klimamythen räumen wir nun auf.
Der Bundestag hat das Klimaschutzgesetz beschlossen. Aber das Gesetz reicht hinten und vorne nicht aus – und unsere Ziele werden wir mit diesem „Klima-Päckchen“ nicht erreichen. Das ist enttäuschend und macht uns angesichts der dramatischen Entwicklung bei Klimawandel und Artensterben wütend.


Geht Konsum auch ohne Müll?


Freitag für die Zukunft oder Fridays for Future

Die Jugend ist uneigennützig im Denken und Fühlen und denkt und fühlt deshalb die Wahrheit am tiefsten.

Heinrich Heine

 

Man muß jung sein, um große Dinge zu tun.

Goethe im Gespräch mit Eckermann, März 1828

 

“Unser Haus brennt… Ich will nicht, dass ihr Hoffnung habt. Ich will, dass ihr in Panik geratet. Ich will, dass ihr die Angst spürt, die ich jeden Tag spüre. Und dann will ich, dass ihr handelt.”

Greta Thunberg, Mai 2019

 

Mit süffisantem Lächeln versuchte Ministerpräsident Laschet die folgende Beschwichtigung:

 „Wir müssen besser darin werden, den jungen Menschen zu erklären, warum das mit dem Klimaschutz nicht so schnell geht.“

Nicht nur jungen Menschen drängt sich die Frage auf, warum die so Redenden Jahrzehnte verstreichen ließen, ohne Ihre Verantwortung in die  handelnde Tat umzusetzen.

Die Politik hätte nach dem Erscheinen des ersten Berichts des Club of Rome (1972) den ökologischen Umbau der Wirtschaft auf den Weg bringen müssen. So mancher Wald würde heute noch wachsen und viele Menschen hätten in ihren traditionellen Berufen weiterhin ihr Auskommen gefunden. Geschehen ist nichts, nur leere Worte folgten.

 

Fridays for Future hat recht: die Politik muss schneller und besser werden.


Weitere Termine wie immer unter https://nrw.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/energie/kohelausstieg/.

 


Der Vogel des Jahres 2019  Feldlerche (Alauda arvensis)

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Steinbrecher 2020
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