NABU MÖNCHENGLADBACH

 

Willkommen beim NABU Mönchengladbach

Für Mensch und Natur

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. - NABU - möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an regenerativen Ressourcen verfügt. Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln.

" Klimawandel? Ach, hör doch auf!"                       Wir räumen mit Klimamythen auf

Klimamythen? Menschen, die den Klimawandel einfach leugnen? Sollte es eigentlich gar nicht geben. Aber ziemlich hartnäckig behaupten sich Unwahrheiten, Halbwahrheiten und simple Lügen in den Diskussionen um die Klimakrise. Ein paar Beispiele: Das ist alles nur Panikmache! Wir haben gar keinen Einfluss auf die Erderhitzung. Oder: Früher war's noch viel wärmer als heute. Mit diesen Klimamythen räumen wir nun auf.
Der Bundestag hat das Klimaschutzgesetz beschlossen. Aber das Gesetz reicht hinten und vorne nicht aus – und unsere Ziele werden wir mit diesem „Klima-Päckchen“ nicht erreichen. Das ist enttäuschend und macht uns angesichts der dramatischen Entwicklung bei Klimawandel und Artensterben wütend.

Sommer am ausgetrockneten Mühlenbach, Herrath, im Volksmund ´Feldsau´ genannt


Geht Konsum auch ohne Müll?


Fridays For Future Mönchengladbach

Aufruf zur Teilnahme am Klimastreik!


NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 127/19 | 27. NOVEMBER 2019

 

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Umwelt/Bauen

 

NABU: Beschleunigte Bauverfahren gefährden Naturschutzziele

 

Miller: Unzerstörte Flächen im Außenbereich schützen - Keine Verlängerung von Paragraph 13 b Baugesetzbuch

 

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Berlin – Der NABU spricht sich gegen die Pläne Nordrhein-Westfalens aus,  beschleunigte Bauverfahren in den Außenbereichen auch in Zukunft zu ermöglichen.  Über einen entsprechenden Antrag will der Bundesrat am Freitag per „sofortiger Sachentscheidung“ kurz vor dem Ablaufdatum entscheiden. Konkret geht es dabei um den zum Jahresende auslaufenden Paragraph 13b des Baugesetzbuches, den der NABU entschieden ablehnt.

 

 

 

„Flächenfraß und Landschaftszerschneidung setzen die Artenvielfalt weiter unter Druck, Tieren und Pflanzen gehen immer mehr Lebensräume verloren. Wir gefährden unsere Naturschutzziele, wenn die Außenbereiche ohne ausgiebige Prüfung immer schneller bebaut und versiegelt werden“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Die Bundesregierung wollte den Flächenschwund bis 2020 auf 30 Hektar pro Tag begrenzen. „Wir liegen heute bei 60 Hektar täglich. Der Zersiedlungs-Paragraph 13 gehört abgeschafft.“

 

 

 

Der NABU appelliert deshalb an Bund und Länder, den §13b BauGB zum Jahresende ersatzlos auslaufen zu lassen und der Ressource Boden endlich eine stärkere Wertschätzung entgegen zu bringen. „Statt Siedlungen in die Fläche aufzublähen, sollten die gesetzlichen Voraussetzungen geschaffen werden, um Nachverdichtungspotenziale im Innenbereich stärker zu nutzen und so dem Credo Innen- vor Außenentwicklung zu entsprechen“, so Miller weiter.

 

 

Der §13BauGB wurde 2017, damals entgegen des Bundesratsbeschlusses, mit dem Ziel kostengünstigen Wohnraum zu schaffen und die Flüchtlingskrise zu bewältigen, eingeführt. Er ermöglicht Gemeinden eine unkompliziertere Aufstellung von Bebauungsplänen im Außenbereich im beschleunigten Verfahren, also „auf der grünen Wiese“. Das beschleunigte Verfahren kann ohne frühzeitige Bürgerbeteiligung, ohne Verpflichtung gleichwertige Ausgleichsflächen für die Natur zu schaffen und ohne Umweltprüfung durchgeführt werden. Aus NABU-Sicht bietet das geltende Baurecht bereits ausreichend Möglichkeiten zum Bauen im Außenbereich.

 

Wie mehrere Studien und eine Auswertung des Bundesinnenministeriums inzwischen belegen, verfehlt Paragraph 13b sein ursprüngliches Ziel,  schnell bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, klar.  „Statt den angespannten Wohnungsmarkt in den Ballungsräumen zu entspannen, werden in über 85 Prozent der Fälle Ein- und Zweifamilienhäuser im ländlichen Raum gebaut. Das ist kein Beitrag, um den Wohnungsmangel für alle Bevölkerungsschichten zu beseitigen und schafft auch keine Unterkünfte für Geflüchtete“, so NABU-Siedlungsexperte Stefan Petzold.  Die Folgen für die Natur sind jetzt schon verheerend: Momentan wird in Deutschland für Bau- und Infrastrukturmaßnahmen jede Minute die Fläche eines durchschnittlichen Einfamilienhausgrundstücks benötigt. Dabei dauert es 2.000 Jahre bis zehn Zentimeter fruchtbarer Boden entstehen kann.  Zudem werden Landschaften zerschnitten und Lebensräume zerstört. Dörfer wachsen in die Fläche, während die Dorfkerne veröden.

 

 

Das Land Nordrhein-Westfalen wirbt in der Begründung des Gesetzesvorschlages um die Zustimmung des Bundesrates mit der „Handlungsempfehlung der Baulandkommission“, einem einberufenen Expertengremium, welches die Fortsetzung des §13b empfiehlt. Diese bereits durch das Bundesinnenministerium verbreitete Fehldarstellung entspricht jedoch nicht den tatsächlichen Empfehlungen der Kommissionsmitglieder. Der Dokumentation der Sitzungen ist zu entnehmen, dass diese zu keinem einheitlichen Meinungsbild kamen und lediglich eine Evaluierung der Anwendungsfälle des 13b empfehlen. Die Empfehlung einer Verlängerung entstammt einzig den in der Kommission vertretenen Bundestagsabgeordneten und Landesbauminister.

 

 

 

Mehr Infos: Thesenpapier des NABU und weiterer Umweltverbände https://www.dnr.de/fileadmin/Positionen/2019-10-25_Thesenpapier_BauGB_update.pdf

 

 

 

Für Rückfragen:

 

Stefan Petzold, NABU-Siedlungsexperte, Tel. +49 (0)30.284984-1646, E-Mail: Stefan.Petzold@NABU.de

 

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NABU-Pressestelle

PRESSEMITTEILUNG NABU NRW |  Nr. 65/19 | 25. November 2019

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NABU fordert ökologische Waldwende für NRW

Schutz und Entwicklung naturnaher, klimastabiler Waldökosyteme muss zukünftig Priorität haben

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Düsseldorf – Strukturreiche Mischwälder mit verschiedenen Baumarten und Altersstadien sind besser gerüstet für den Klimawandel als monotone Nadelwaldforste. Um unsere Wälder fit zu machen für den Klimawandel muss die Stabilität des Ökosystems Wald zukünftig Priorität haben, betonte der NABU NRW heute anlässlich des jüngsten Waldzustandberichts für NRW in Düsseldorf . „Die Dürre in den Fichtenbeständen besonders der Mittelgebirge Nordrhein-Westfalens nach den Hitzeperioden von 2018 und 2019 hat nicht nur vielen Bäumen geschadet, sie hat den Klimawandel auch für die Menschen spürbar gemacht und zu wachsender Besorgnis um die Zukunft heimischer Wälder geführt. Eine langfristige Waldpolitik muss deshalb mitwirken, dem Klimawandel durch geeignete Maßnahmen zu begegnen“, sagte Heinz Kowalski, waldpolitischer Sprecher des NABU NRW. 

 

Dazu gehöre ein schonender Umgang mit dem Waldboden und den Bäumen bei forstlichen Arbeiten. Es müsse wieder verstärkt auf die Wasserhaltung im Wald geachtet werden, dazu zähle beispielsweise das Schließen von Abflussrinnen und die Wiederanlage von Teichen im Wald, die auch dem Brandschutz dienen könnten. Vor allem aber müsse man aus Bildern von massenhaft durch Dürre und Borkenkäfer abgestorbener Fichtenbestände lernen und zukünftig noch stärker auf einen artenreichen Mischwald setzen. Ein solcher Mischwald aus verschiedenen Laub- und Nadelbaumarten sollte sich natürlich entwickeln können. Nur wenn auf ehemaligen Fichtenflächen lediglich wieder Fichten emporkommen, sollte durch waldbauliche Maßnahmen eingegriffen werden. „Das zunehmende Pflanzen fremder Baumarten, die an unser Ökosystem nicht angepasst sind, lehnt der NABU ab. Mit der Douglasie könnte bei erneuten heißen Sommern das gleiche passieren, wie zuletzt mit der Fichte“, so Kowalski weiter.

 

Der NABU kritisiere auch den zunehmenden Einsatz von Insektengiften im Wald, mit denen Borkenkäfer gefangen und getötet werden sollen. Diese seien nicht selektiv, würden also auch alle anderen Insekten absterben lassen, darunter viele Nützlinge, die zur Bestäubung und Gesundheit der Wälder beitragen. Erst jüngst habe eine Studie gezeigt, dass der Insektenbestand im Wald alleine in den letzten neun Jahren um ein Drittel abgenommen hat. Kowalski forderte die chemische Industrie auf, ausschließlich selektiv fangende und nur die Schadinsekten tötende Pflanzenschutzmittel auf den Markt zu bringen.

 

Zu einer natürlichen Wiederbewaldung mit vielen Laubbaumarten gehöre allerdings auch ein wirksamer Schutz vor Wildverbiss. Ein zu hoher Wildbestand, wie er in unseren Wäldern in der Regel anzutreffen ist, ließe keinen Aufwuchs  junger Buchen und Eichen mehr zu und verhindere so die Naturverjüngung der Wälder. Deshalb appelliert der NABU an die Jägerschaft, den Waldschutz durch einen angepassten Wildbestand wirksam zu unterstützen. Die jungen Bäume alternativ durch Wildschutzzäune zu schützen, sei weder machbar noch im Sinne des Naturschutzes.

 

Der NABU NRW würde es begrüßen, wenn im Waldschadensbericht NRW nicht mehr überwiegend die forstwirtschaftlichen Interessen behandelt werden, sondern das Ökosystem Wald als Ganzes in den Blick genommen würde. Dazu zählen die vielfältigen Leistungen des Waldes, wie Wasserfilterung, Sauerstoffproduktion, Artenvielfalt, CO2-Speicherung und Erholung. „Wir fordern die Landesregierung und insbesondere den Finanzminister deshalb auf, mehr Geld für den Vertragsnaturschutz im Wald zur Verfügung zu stellen und damit insbesondere die ökologisch arbeitenden Waldbauern zu unterstützen, wenn sie den natürlichen Wiederbewuchs zulassen und alte Bäume, auch Totholz, so lange wie möglich im Wald stehen lassen“, erklärte Kowalski.

 

Für Rückfragen:

Heinz Kowalski, Stellvertretender Vorsitzender NABU NRW, Mob.: 0160 88 56 396

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Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf

Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)

Tel. 0211.15 92 51 - 14 | Fax -15 | E-Mail: B.Koenigs@NABU-NRW.de

 

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HAMBACHER WALD BLEIBT... bedroht!

Wichtige Termine

-Sonntag, 8. Dezember, 11:30 Uhr, Wald statt Kohle, 68 Monate Wald- und Dorfspaziergänge, Treffpunkt und mehr in den kommenden Tagen...
 

Alledoerferbleiben-rheinland mailing list
Alledoerferbleiben-rheinland@lists.posteo.de


PRESSEMITTEILUNG NABU NRW | NR. 51/19 | 03.Oktober 2019

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Landeshaushalt 2020 – Demontage des Natur- und Umweltschutzes

NABU NRW: Land muss zur Zukunftssicherung deutlich mehr in den Erhalt der Artenvielfalt und den Klimaschutz investieren

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Düsseldorf – „Eine Demontage des Natur- und Umweltschutzes“ so bewertet der NABU NRW den Entwurf des Landeshaushaltes der Landesregierung für das Jahr 2020. „Angesichts der Herausforderungen durch den Klimawandel und das Artensterben muss der Haushaltsansatz unbedingt erhöht werden“, sagt Dr. Heide Naderer, Landesvorsitzende des NABU NRW. Mit 1,2 Milliarden Euro bei einem Gesamthaushalt von rund 80 Milliarden gehen nur 1,5 Prozent in Umwelt, Landwirtschaft, Natur-, Klima- und Verbraucherschutz.

 

Vollständiger Artikel: siehe Nachrichten NABU NRW

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Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf

 

Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)

Tel. 0211.15 92 51 - 14 | Fax -15 | E-Mail: B.Koenigs@NABU-NRW.de


Freitag für die Zukunft oder Fridays for Future

Die Jugend ist uneigennützig im Denken und Fühlen und denkt und fühlt deshalb die Wahrheit am tiefsten.

Heinrich Heine

 

Man muß jung sein, um große Dinge zu tun.

Goethe im Gespräch mit Eckermann, März 1828

 

“Unser Haus brennt… Ich will nicht, dass ihr Hoffnung habt. Ich will, dass ihr in Panik geratet. Ich will, dass ihr die Angst spürt, die ich jeden Tag spüre. Und dann will ich, dass ihr handelt.”

Greta Thunberg, Mai 2019

 

Mit süffisantem Lächeln versuchte Ministerpräsident Laschet die folgende Beschwichtigung:

 „Wir müssen besser darin werden, den jungen Menschen zu erklären, warum das mit dem Klimaschutz nicht so schnell geht.“

Nicht nur jungen Menschen drängt sich die Frage auf, warum die so Redenden Jahrzehnte verstreichen ließen, ohne Ihre Verantwortung in die  handelnde Tat umzusetzen.

Die Politik hätte nach dem Erscheinen des ersten Berichts des Club of Rome (1972) den ökologischen Umbau der Wirtschaft auf den Weg bringen müssen. So mancher Wald würde heute noch wachsen und viele Menschen hätten in ihren traditionellen Berufen weiterhin ihr Auskommen gefunden. Geschehen ist nichts, nur leere Worte folgten.

 

Fridays for Future hat recht: die Politik muss schneller und besser werden.


Weitere Termine wie immer unter https://nrw.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/energie/kohelausstieg/.

 



NABU NRW-PRESSEMITTEILUNG | NR 32/18 | 07. Juli 2019

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Dr. Heide Naderer ist neue Landesvorsitzende

200 Delegierte tagten in Kreuztal | NABU NRW bleibt weiter auf Wachstumskurs

 

Siehe: Nachrichten vom NABU NRW


Alarmstufe rot für unsere Art der Landnutzung

IPCC-Sonderbericht warnt vor katastrophalen Folgen

NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller:
 „Nicht nur der weltweite Öl-, Gas- und Kohleverbrauch heizen das Klima an, sondern auch die viel zu intensive Nutzung unserer Landflächen. Der Weltklimarat macht unmissverständlich klar, dass jetzt sofort gehandelt werden muss. Land muss ökologisch bewirtschaftet, alte Wälder und Moore erhalten und der Fleisch- und Milchkonsum drastisch gesenkt werden.“

Foto: NABU


Wenn wir jetzt nicht gegensteuern, sondern weiterhin Wälder und Moore zerstören sowie Landflächen in diesem Ausmaß und nicht nachhaltig nutzen, ist die Klima- und Biodiversitätskrise nicht mehr beherrschbar.      

8. August 2019 - Der Weltklimarat ruft die Alarmstufe Rot für unsere Landnutzung aus. In dem heute vom Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) veröffentlichten Sonderbericht zur Nutzung von Landflächen warnen die Wissenschaftler*innen des IPCC eindringlich vor den Folgen der weltweit enormen, nicht nachhaltigen Landnutzung. Im Moment rode die Menschheit Wälder und betreibe Landwirtschaft in einem Ausmaß, das die Erderhitzung rasant beschleunige und zum Auslöschen von Tier- und Pflanzenarten führe. Werde nicht umgehend gegengesteuert, sei die Klima- und die Biodiversitätskrise nicht mehr beherrschbar, so die Forscher*innen.

Die derzeitige Landwirtschaft ist für ein Viertel der weltweiten Treibhausgas-Emissionen verantwortlich, und die Emissionen steigen immer weiter. Ursachen dafür sind die sich intensivierende Landnutzung und Landzerstörung, die hohen Tierdichten in vielen Regionen der Welt und der massive Einsatz von Dünger. Die Nutzung von Stickstoff zur Steigerung der Erträge hat sich in den letzten fünfzig Jahren verneunfacht, obwohl die landwirtschaftliche Produktion sich nur verdoppelt bis verdreifacht hat. In den letzten fünfzig Jahren hat die Pro-Kopf-Produktion von Kalorien sowie die Menge der Lebensmittelabfälle um mehr als 30 Prozent zugenommen.

Wird weiter so mit unseren Ressourcen umgegangen, verlieren wir weitere wertvolle Lebensräume und wichtige Treibhausgas-Senken wie Moore, natürliche Wäldern oder Wiesen. Die Forscher*innen des IPCC haben berechnet, dass die zukünftigen Kosten eines heutigen Nichts-Tuns die Kosten um ein Vielfaches überschreiten werden, die heute zur Förderung einer nachhaltigen Landnutzung notwendig sind. Besonders die Wiedervernässung von Mooren ist volkswirtschaftlich eine günstige Möglichkeit, Klimagase zu reduzieren.

Jeder Euro, der heute in eine nachhaltige Landnutzung fließt, bringt einen zukünftigen Gewinn von bis zu sechs Euro. Es ist absurd, dass die EU mit tatkräftiger Unterstützung von Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner nun 58 Milliarden Euro pro Jahr an Subventionen gerade in klima- und naturschädliche industrielle Agrarbetriebe fließen lassen will. Es darf künftig kein Cent an Steuergeldern mehr in ein derart schädliches Agrarsystem fließen. Ministerin Klöckner muss den Alarmruf des Weltklimarats ernst nehmen und sich ab sofort dafür einsetzen, dass alle Zahlungen an Agrarbetriebe an klima- und naturschonende Leistungen gekoppelt werden.


Hans Jonas und Fridays for Future

 

 Angesichts des Zusammenbruchs der Biodiversität , der um uns herum im Gange ist, erscheint es höchste Zeit, an einen im Jahr 1903  in Mönchengladbach geborenen  Philosophen zu erinnern, der sich Gedanken über die  Verantwortung des Menschen im Umgang mit der Natur gemacht hat. Die Rede ist von Hans Jonas, dem 1987 der Friedenspreis des deutschen Buchhandels verliehen und der 1989 mit der Ehrenbürgerschaft der Stadt Mönchengladbach ausgezeichnet wurde. Hans Jonas verstarb am 05. Februar 1993 in New Rochelle bei New York.

 

Hier und heute soll an ein philosophisches Werk von Hans Jonas erinnert werden, das auch von den politischen und  wirtschaftlichen Entscheidern in Stadt, Land  und Bund gelesen (und verstanden) werden sollte. Gemeint ist das 1979 erschienene Buch „Das Prinzip Verantwortung“. In diesem Werk beschreibt Hans Jonas die Verantwortung, die wir Menschen haben, wenn wir die Technik benutzen, um in die Natur einzugreifen und diese ggf.  zerstören (mit den sich daraus für die Menschheit ergebenden Konsequenzen).

 

In Anlehnung an Kants kategorischen Imperativ, der da lautet: „Handle so, dass Du willst, dass Deine Handlung allgemeines Gesetz wird“, postuliert Hans Jonas für den Umgang der Menschen mit der Natur seinen eigenen Imperativ: „Handle so, dass die Wirkungen Deiner Handlungen verträglich sind mit der Permanenz echten menschlichen Lebens auf der Erde“.

 

Das heißt, jeder Mensch hat bei Eingriffen in die Natur „das Prinzip Verantwortung“ zu beachten, nämlich die Verantwortung, den uns nachfolgenden Generationen eine intakte Welt  zu hinterlassen.

 

Angesichts der heutigen permanenten Umweltvernichtung (Bodenversiegelung, Meeresverschmutzung und Überfischung, Artenschwund, Luftverschmutzung pp.) stellt sich die Frage, ob unsere gegenwärtigen politischen und wirtschaftlichen Führungspersönlichkeiten diese Maxime von Hans Jonas verinnerlicht haben und  umsetzen. Die Antwort kann sich jeder selber geben.

 

Lesen Sie das Buch von Hans Jonas mit dem Titel „Das Prinzip Verantwortung“ und helfen Sie mit, die Welt zu retten. Den jungen Menschen von „Fridays for Future“, deren Engagement hoffentlich nicht zu spät kommt, sage ich: Fordert von den Älteren „das Prinzip Verantwortung“ ein und bleibt aktiv, um die Natur wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Engagiert euch beim Naturschutzbund Deutschland (NABU).

 

Zum Abschluss zwei Zitate zum Nachdenken:

 

„Wer glaubt, dass in einer endlichen Welt unendliches  Wachstum möglich sei, … kann nur verrückt sein – oder Ökonom (Serge Latouche).

 

„Nicht der Mensch ist Herr der Schöpfung sondern die Technik, der er als defizitäres Wesen gegenübersteht und die in letzter Konsequenz zu seinem Verschwinden führt (Günther Anders).


Europa - Was tut Europa für die Natur und die Zukunft des Menschen?

    

Was tut Europa für die Umwelt? Die Frühjahrsausgabe des NABU-Mitgliedermagazins

Am 26. Mai steht bei der Europawahl viel auf dem Spiel. Grund genug für uns, dem Thema Europa gleich ein ganzes Heft zu widmen. Wir schauen, wie die Europäer mit der Umwelt umgehen, bieten Einblicke in die Funktionsweise der EU-Politik und stellen Menschen vor, die sich in Europa für die Natur einsetzen.

 

Foto: Mathias Schäf/Picture

 

-Neue Agrarpolitik jetzt! -



Der Wandel hin zu einer naturverträglichen Landwirtschaft ist überfällig. Mit unserer Kampagne kämpfen wir für eine zukunftsfähige Agrarreform. Schreiben Sie jetzt Ihrem EU-Abgeordneten, dass Sie die Agrarwende einfordern!


Neugierig geworden?

 

Siehe Nachrichten vom NABU.


Der Vogel des Jahres 2019  Feldlerche (Alauda arvensis)

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Steinbrecher 2019
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