Naturerlebnisse im Dezember

Tipps für Material: Erste-Hilfe-Tasche, Erdnüsse oder Haselnüsse, Liste mit Sprungweitern, Material zum Markieren, Becherlupen oder andere Gefäße mit Löchern im Deckel, Löffel und Pinsel, ein Fernglas ist immer gut.

 

Na, wer weiß denn noch wie welcher Baum ohne Laub aussieht? Im November haben wir ja versucht uns bei der Beschäftigung mit der Blattfärbung die Rinde der Bäume zu merken. Kleiner Tipp: Oft liegen direkt am Baum noch Laub oder Baumfrüchte. Dann kann uns ein Bestimmungsbuch mit der Rinde weiterhelfen.

 

Eichhörnchenspiel

Jedes Kind bekommt drei Früchte oder Nüsse, gut geeignet sind Erdnüsse, Bucheckern, Esskastanien. Die Teilnehmer spielen Eichhörnchen, die ihr Winterlager anlegen: Entweder werden alle Vorräte am gleichen Platz versteckt oder es werden verschiedene Verstecke ausgesucht. Dann machen die Eichhörnchen Winterschlaf. Wenn sie mitten im Winter aufwachen, haben sie Hunger und dürfen eine „Nuss“ aus ihrem Vorrat holen, nach einer weiteren Schlafpause die nächste. Macht eine richtige Geschichte daraus.

 

Variante: Während der zweiten oder dritten Schlafphase gehen „Nussräuber“ - die Betreuer des Spiels - auf die Jagd und stehlen Nüsse aus den Vorräten der Eichhörnchen. Danach dürfen die Kinder ihre übrig gebliebenen Vorräte holen.

 

Die Kinder lernen etwas über verschiedene Strategien beim Anlegen von Winterlagern und dass Eichhörnchen und andere Tiere, die Vorratslager anlegen, zum Ausbreiten der Pflanzen beitragen. Aus vergessenen Samen können so neue Pflanzen keimen.

Nehmt bitte nur Baumfrüchte, die nachher auch verrotten können, falls jemand von euch nicht alle Vorräte wiederfindet.

 

Übrigens: Eichhörnchen sind Einzelgänger. Trotzdem kann man bei diesem Spiel natürlich mal mit allen zusammen kuscheln während des Winterschlafs.

Wie ein Eichhörnchen
Wie ein Eichhörnchen

Spurensuche an Zapfen, Nüssen und im Schnee oder Matsch.

In Mönchengladbach fällt leider nur noch selten Schnee, aber auch Pfützen mit ihrer matschigen Umgebung zeigen uns wer im Wald herumstreift. Dann ist natürlich auch immer spannend wer an den Baumfrüchten, die jetzt unter den Bäumen liegen, gefressen hat.

 

Hierzu gibt es ein paar schöne Seiten vom NABU:

Wer hat an meinem Zapfen geknabbert? - NAJUversum - die neue Internet-Plattform für Kinder, Eltern und Lehrer.

Tierspuren entdecken und verstehen: Wer war denn das? - NABU

Auf zur großen Nussjagd in Hessen! - NABU Hessen

 

Übrigens: Spechte stecken Nüsse und dergleichen in eine Astgabel oder in löchrige Rinde, damit sie die Nüsse besseraufhacken können. Das nennt man eine Spechtschmiede.

Spechtschmiede
Spechtschmiede

Tierweitsprung

Zuerst mit den Kindern die Tiere im Bestimmungsbuch anschauen und dabei raten lassen wie weit die Tiere springen können. Danach die einzelnen Strecken abmessen wie vorgegeben und markieren. Dann können wir einen kleinen Parcours daraus machen: Wie viele Sprünge brauchen wir für die einzelnen Entfernungen.

 

Sprungweiten:

Waldmaus 70 cm / Eichhörnchen 90 cm / Heuschrecke 2 m / Fuchs 2,80 m / Baummarder: 1,50 Meter / Hase: 2 Meter / Wildschwein: 4 Meter / Reh: 6 Meter / Rothirsch: 9 Meter.

 

Übrigens: Dieses Spiel könnt ihr dazu nutzen gemeinsam zu überlegen, welche Tiere Winterruhe oder Winterschlaf halten oder im Winter aktiv sind: Winterschlaf und Winterruhe - NABU

Weitsprung
Weitsprung

VIEL SPASS!

 

Text und Fotos: Liselotte Uhlig


Download
Naturerlebnisse im Dezember
Naturerlebnisse im Dezember.pdf
Adobe Acrobat Dokument 119.2 KB

Liselotte Uhlig
Zertifizierte Waldpädagogin
Zertifizierte Natur- und Landschaftsführerin

Telefon  02166 613770

liselotte.uhlig@t-online.de