Naturerlebnisse im Oktober

Tipps für Material: Erste-Hilfe-Tasche, Filmdöschen oder andere kleine Behältnisse, Thermoskanne mit warmem Wasser, Thermometer mit dem man auch heißes Wasser messen kann, Wäscheklammern, Becherlupen oder andere Gefäße mit Löchern im Deckel, Löffel und Pinsel, ein Fernglas ist immer gut.

 

Igel

Schon ab Mitte Oktober wird das Nahrungsangebot für Igel deutlich knapper, die Alttiere beginnen ihr Winternest zu bauen und Jungigel versuchen noch weiter an Gewicht zuzulegen. Das ideale Winterquartier besteht aus einem Haufen aus totem Holz, Reisig und Laub.

Braunbrustigel
Braunbrustigel

Phantasiereise: Winterschlaf und Vorbereitung

Ihr könnt euch selber eine Geschichte ausdenken, vielleicht zusammen mit den Kindern, wie es wohl ist für die Igel sich ein schönes Plätzchen zu suchen.

Im Internet sind allerdings auch Geschichten zu finden. Sucht euch am besten eine ruhige Geschichte aus, damit die Kinder, aber auch die Eltern, an einem schönen Ort zur Ruhe kommen können.

Übrigens: Igel gehen getrennt in den Winterschlaf. Manche verspätete Jungigel sind jetzt noch tagsüber unterwegs, um sich weitere Fettreserven anzufressen. Diese Tiere sollten nicht aus falsch verstandener Fürsorge aufgenommen werden.

 

Igelspiel

Hier wird der Winterschlaf des Igels näher untersucht. Mit warmem Wasser gefüllte Filmdöschen müssen so versteckt sein, dass sie möglichst lange warm bleiben. Jeder Teilnehmer erhält ein mit warmem Wasser gefülltes Filmdöschen mit der Aufgabe sich vorzustellen es wäre ein Igel und müsste sich im Wald ein Winternest suchen. Nun machen sich alle auf die Suche nach einem Versteck für den Winterschlaf (möglichst warmes Plätzchen) und verstecken dort ihr wassergefülltes Filmdöschen. Nach ein oder zwei Stunden misst ein Erwachsener die Wassertemperatur in jedem Filmdöschen. Igelkönigin ist, wer die höchste Temperatur vorweisen kann.

 

 Was fressen Igel?

Im Frühjahr, nach Beendigung des Winterschlafes, wenn das Angebot an Käfern und Schnecken noch klein ist und der Igel nicht wählerisch sein kann, frisst er in großen Mengen Regenwürmer. Ein beliebtes Futter sind Schnecken, die eine leichte Beute sind.

 

Sonstiges Futter: Nachtfalter und deren Raupen. Spinnen oder Heuschrecken erwischt der Igel nur selten, da beide zu flink sind. Eier und Nestlinge von Vögeln, die am Boden brüten, lässt sich ein Igel nicht entgehen. Auch eine tote Maus oder Aas sind willkommen. Zum Aufknacken kommen ihm die spitzen und scharfkantigen Zähne zugute.

 

Wir suchen wie der Igel nach Futter. Findet er jetzt noch was? Jede Gruppe bekommt eine Becherlupe und Löffel und Pinsel.

 

Igelspiel Fortsetzung

Nachdem ihr die Temperatur gemessen habt könnt ihr euch noch gemeinsam umschauen, ob ihr Stellen findet, an denen sich Igel besonders wohlfühlen können. Oder gibt es Stellen die für ihn gefährlich sein könnten.

 

Noch ein Igelspiel

Das Kind ist ein kleines Igelchen, das 3-5 Stacheln (Wäscheklammern) auf dem Rücken trägt. Dazu werden zunächst die Wäscheklammern am Rücken an das Oberteil geheftet. Dann kann die Jagd beginnen. Ein Erwachsener ist ein Räuber, der dem Igel die Stacheln klauen möchte und läuft ihm hinterher. Dabei kann der Räuber dem Igel immer nur einen Stachel nach dem anderen abziehen, um diesen dann selbst an sein Oberteil zu heften. Wenn der kleine Igel ganz "nackt" ist und keinen Stachel mehr besitzt läuft der Igel dem Räuber hinterher und holt sich auf die gleiche Weise seine Stacheln zurück.

 

Variante: Je nach Ausdauer und Größe der Kinder kann die Anzahl der Stachel beliebig erhöht werden und die Stacheln befinden sich vielleicht auch an weiteren Stellen des Körpers, wo der Igel sich anstrengen muss, um seinen Stachel wieder zu bekommen. Zum Beispiel an der Schulter, in der Kniekehle am Oberschenkel usw.

VIEL SPASS!

 

Text und Fotos: Liselotte Uhlig


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Liselotte Uhlig
Zertifizierte Waldpädagogin
Zertifizierte Natur- und Landschaftsführerin

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