Naturerlebnisse im Februar

Blässhuhn, auch Blässralle genannt
Blässhuhn, auch Blässralle genannt

Wasservögel

In Mönchengladbach gibt es in fast jedem Park einen Weiher. Dort lassen sich unsere Wasservögel auch ohne Fernglas sehr gut beobachten. Aber bitte nicht Füttern!!!!

Ich erkläre euch im Folgenden warum nicht.

Graureiher auf der Lauer (Bild 1), Badende Kanadagans (Bild 2), Kormoran und Stockente (Bild 3), weiße Schwäne bei der Balz (Bild 4), Teichhuhn, gehört auch zu den Rallen (Bild 5)

Tipps für Material: Erste-Hilfe-Tasche, Fernglas, Wäscheklammern, kleines Sieb, ein Stück Papier, Stethoskop oder eine Papprolle oder eure Ohren

 

Spiel: Enten und Möwen

Ein Teilnehmer ist eine Ente, die gerade Futter gefunden hat. (Wäscheklammern). Dazu werden zunächst die Wäscheklammern an das Oberteil geheftet. Zum Beispiel an der Schulter, in der Kniekehle am Oberschenkel usw. Dann kann die Jagd beginnen. Die Anderen sind Möwen und somit die Räuber. Sie laufen den Enten hinterher. Dabei kann der Räuber der Ente immer nur einen Happen nach dem anderen abziehen, um diesen dann selbst an sein Oberteil zu heften. Wenn die Enten kein Futter mehr haben wird getauscht.

 

Übrigens: Möwen sind bei uns Wintergäste. Da sie viel flinker sind als die Wasservögel, können sie ihnen das Futter aus dem Schnabel stehlen.

 

Entenschnabeltest

Der Schnabel der Enten, Gänse und Schwäne ist so perfekt, dass sie beim Gründeln das Wasser durch Lamellen am Schnabelrand wieder heraus pressen können. Als Gründeln bezeichnet man die Nahrungsaufnahme im Wasser. Dort finden sie ausreichend Nahrung.

 

Ihr könnt mit einem kleinen Sieb ausprobieren wie schädlich Brot für den Entenschnabel ist. Legt mal ein wenig Gras in das Sieb, geht damit an den Weiher und lasst Wasser durchfließen. Wenn ihr das Sieb leer macht und als nächstes ein Stück Papier hinein legt werdet ihr sehen das, wenn es richtig durchweicht ist, klebt es im Sieb fest.

Noch schlimmer ist das mit Brot oder ähnlichen Lebensmitteln. Das Vögel unser Essen nicht vertragen sollte allen klar sein.

 

Übrigens: Bitte nicht in den Weiher fallen!

 

Wasservögel

Einige der häufigsten bei uns vorkommenden Arten sind Stockenten, Kanadagänse, Nilgänse, Blässhuhn, Teichhuhn, weiße und schwarze Schwäne und auch die Graureiher, Kormorane und Eisvögel die sich zur Nahrungssuche an Gewässern aufhalten.

Versucht die Vögel zu bestimmen und beobachtet sie genau.

Nilgans mit Jungen
Nilgans mit Jungen

Übrigens: Nilgänse und Kanadagänse überwintern mittlerweile auch bei uns. Die Nilgans hat schon Anfang März ihre Eier ausgebrütet. Vielleicht könnt ihr ja jetzt die Eltern mit ihren Jungen entdecken.

 

Zum Schluss wenden wir uns noch mal den Bäumen zu.

 

An den Bäumen horchen

Hierfür sucht ihr euch bitte Ende Februar, Anfang März eine ruhige Stelle mit Bäumen.

Zu dieser Zeit, wenn die ersten wärmeren, längeren Tage da sind, erwachen die laubtragenden Bäume aus dem Winterschlaf.

Das könnt ihr an einem Baum mit glatter Rinde hören. Optimal wäre natürlich ein Stethoskop, zur Not geht auch ein Pappröllchen. Wenn die Rinde nicht zu kalt ist, geht es einfach nur mit den Ohren.

 

Legt ein Ohr direkt an die Rinde und haltet das andere zu. Es darf jetzt nicht mehr geredet werden. Zuerst ist nur ein Rauschen zu hören und dann, bei längerem konzentrierten Horchen hört man auch ein gluckern. Probiert es an verschiedenen Bäumen aus. Wir wachen ja auch nicht alle gleichzeitig auf. Wenn es nicht direkt klappt, solltet ihr es ein paar Tage später nochmal probieren.

 

Übrigens: Im Frühjahr benötigen die Bäume das Wasser damit sie ihre Knospen öffnen können.

Um die 400 Liter Wasser benötigt eine Birke am Tag. Das sind immerhin 40 Wassereimer.

 

Hier noch ein schönes Video zu dem Thema.

https://www.zdf.de/dokumentation/terra-x/wie-trinken-baeume-100.html

 

Zapfen finden und bestimmen

Im Januar haben wir uns schon mit Nadelbäumen befasst. Die Erle ist allerdings ein Laubbaum und trägt trotzdem Zapfen. Im Park am Teich oder auch am Bach könnt ihr sie finden. Sie blüht schon ab Januar und hat weibliche und männliche Blüten an einem Baumstamm, das heißt sie ist einhäusig. Die Erle behält ihre alten Zapfen noch bis ins Frühjahr und ist daher schon von weitem zu erkennen.

 

Wenn ihr im Wald seid, werdet ihr Nadelbäume und deren Zapfen finden. Versucht doch diese den Bäumen zuzuordnen und bestätigt euch das durch eine Kontrolle im Internet oder im Bestimmungsbuch, wenn es geht vor Ort oder durch ein Foto.

 

Übrigens: Die Erle steht gerne an Gewässern. Sie kann auch unter Wasser Wurzeln bilden.

Schwarzerle links junge und verholzte Zapfen und rechts weibliche und männliche Blüten
Schwarzerle links junge und verholzte Zapfen und rechts weibliche und männliche Blüten


Viel Spaß!

 

Text und Fotos: Liselotte Uhlig


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Naturerlebnisse im Februar
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Liselotte Uhlig
Zertifizierte Waldpädagogin
Zertifizierte Natur- und Landschaftsführerin

Telefon  02166 613770

liselotte.uhlig@t-online.de