Naturerlebnisse im März

Tipps für Material: Erste-Hilfe-Tasche, Stethoskop oder eine Papprolle oder eure Ohren, Fotoapparat, Becherlupen oder andere Gefäße mit Löchern im Deckel, Löffel und Pinsel, Fernglas ist immer gut.

 

An den Bäumen horchen

Übrigens: Im vorigen Monat habe ich die Aktion Bäume horchen auch mit aufgeführt, möchte aber gerne hier nochmal darauf aufmerksam machen, falls ihr es bisher noch nicht gemacht habt.

 

Baum darstellen

Schaut euch die Bäume in eurer Umgebung an. Eine Baumart kann man an der Silhouette erkennen, aber bei diesem Spiel ist es auch wichtig sich die besonderen Aststellungen genau anzusehen.

 

Sucht euch einen Baum aus und überlegt wie ihr euren Baum als Gruppe oder einzelne Person darstellen könnt, ohne das die anderen mitbekommen welchen ihr euch ausgesucht habt. Ihr sollt dann gegenseitig raten welcher Baum gemeint ist.

Übrigens: Es macht allen mehr Spaß erst zu raten, wenn die Darstellung des Baumes fertig ist.

 

Blüten und/oder Blätter

Schaut danach einmal an euren Bäumen, ob die Knospen sich schon öffnen und ob sie sich voneinander unterscheiden. Seht ihr schon Blüten oder Blätter? Wie fühlen sie sich an? Die Knospen der Rosskastanie sind z.B. ganz klebrig.

Bitte nicht abschneiden! Heutzutage hat ja fast jeder ein Handy dabei zum Fotografieren, ansonsten nehmt bitte einen Fotoapparat mit und vergleicht die Fotos zu Hause.

Übrigens: Der Begriff einhäusig und zweihäusig bezieht sich auf die Blüten. Der Haselnuss z.B. hat weibliche und männliche Blüten an einer Pflanze und ist somit einhäusig.

Männliche Blüten (Bild 1), weibliche Blüten (Bild 2)

 Frühling suchen

Jetzt könnt ihr weiterziehen und nach anderen Frühlingsboten suchen. Schneeglöckchen sind bestimmt schon überall zu finden. Versucht weitere Pflanzen zu entdecken, vielleicht sogar mit Fraßspuren und beschreibt sie euch gegenseitig. Das führt dazu, dass man sich die Pflanzen genauer anschaut.

Behaarter Stängel (Bild 1), Fraßspuren (Bild 2)

 Jetzt werdet ihr auch die ersten kleinen Bodentiere entdecken können. Kleine, zarte Spinnen oder große und kleine Käfer, Regenwürmer sind zu erkennen an den kleinen Erdhäufchen zwischen dem Grün.

Wenn ich kleine Tiere fange, nehme ich Löffel und Pinsel zur Hand. Das ist gut für die Tiere, ich kann ihnen somit keine Beine abbrechen und für diejenigen, die Tiere nicht so gerne anfassen, ist es auch eine einfache Methode sich der Tierwelt im Kleinen zu nähern!

Übrigens: Es gibt Spinnen die durch Sinnesorgane an ihren Beine auch Geräusche wahrnehmen können. Also nehmt bitte Rücksicht wenn sie in der Becherlupe sitzt. Lasst die Tiere auch bitte sofort wieder frei, wenn ihr sie genügend bewundert habt.

 

Mit der Nase eines Käfers

Versucht doch jetzt noch die Umgebung mit eurem Geruchssinn zu erkunden. Wenn ihr die Blätter der Pflanzen vorsichtig zwischen den Fingern reibt, duften sie stärker.

Für dieses Spiel ist es sinnvoll kleinere Gruppen zu bilden. Wer zuerst den gleichen Duft entdeckt hat, bestimmt den nächsten Duft, nach dem gesucht werden muss.

Übrigens: Käfer nutzen ihre Fühler und Mundwerkzeuge zum Riechen.

 

VIEL SPASS!

 

Text und Fotos: Liselotte Uhlig


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Liselotte Uhlig
Zertifizierte Waldpädagogin
Zertifizierte Natur- und Landschaftsführerin

Telefon  02166 613770

liselotte.uhlig@t-online.de